Stiftung für Mensch & Umwelt: 117 Fußballfelder für Wildbienen

Bundesweiter Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen!" 2022 erfolgreich beendet.

Keyvisual zum bundesweiten Pflanzwettbewerb 2022. Bild: © Stiftung für Mensch und Umwelt.

Am 1. August endete der diesjährige Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ mit 387 Beiträgen, so viele wie noch nie. Als Initiatorin des Wettbewerbs rief die Stiftung für Mensch und Umwelt bundesweit zu insektenfreundlichen Pflanzaktionen auf. Zusammen gestalteten Familien, Freunde, Schulen, Firmen und viele andere knapp 117 Fußballfelder naturnah und ließen ihre Begeisterung auf andere überspringen. Über 8.600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene waren involviert. Am 17. September werden die Gewinnerinnen und Gewinner in Berlin prämiert.

Der bundesweite Pflanzwettbewerb wird immer populärer. Die fleißigsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in diesem Jahr die Schul- und Jugendclub-Gärten mit insgesamt 83 Beiträgen. Es folgen Kitagärten (72 Beiträge) sowie Privatgärten und Gärten von Mietwohnungen, klein (53 Beiträge).

Bei den 83 Hektar beziehungsweise knapp 117 Fußballfeldern handelt es sich hauptsächlich um insektenfreundliche Neupflanzungen. Ausnahme sind die „bestehenden Naturgärten“, bei denen es nur auf die Pflege- und Kommunikationsaktivitäten ankam. Damit der „Funke der Begeisterung“ weitergetragen wird, sollten alle Projektbeteiligen auch Infoarbeit vor Ort leisten. Denn mit jeder Person, die bei den Projekten mitmacht, wird auch das Wissen über das naturnahe Gärtnern vermehrt. Alles zusammen macht einen perfekten Wettbewerbsbeitrag aus.

„Dass sich tatsächlich über 8.600 Personen in den Projekten engagiert haben, ist ein tolles Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Julia Sander, Koordinatorin des bundesweiten Pflanzwettbewerbs.

So geht’s weiter: Jury ermittelt Gewinnerinnen und Gewinner

In den nächsten Wochen sichten Expertinnen und Experten aus der Naturgartenszene sowie ehemalige Gewinnerinnen und Gewinner die Beiträge und ermitteln pro Kategorie drei Preisträgerinnen und Preisträger. Bewertet werden unter anderem verwendete heimische Blühpflanzen und geschaffene Strukturen: Sind im Garten Totholzhaufen vorhanden? Gibt es Trockenmauern, bunte Staudenbeete, kleine Wasserstellen für durstige Insekten? Auf diese Aspekte legt die Jury Wert, ebenso auf die Außenwirkung der Aktionen. Die Gewinner-Beiträge stehen voraussichtlich Anfang September fest und werden am 17. September bei der Prämierungsfeier in Berlin verkündet.

Hintergrund

Mehr als die Hälfte der über 550 heimischen Wildbienen-Arten sind in ihrem Bestand bedroht. Die Ursachen für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegen in der Zerstörung ihrer Nistplätze und in der Vernichtung oder Verminderung ihres Nahrungsangebots. Dem wirkt Deutschland summt! mit dem Pflanzwettbewerb entgegen. (Stiftung für Mensch und Umwelt)

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