Erfahrungsaustausch: "Nützlingseinsatz im geschützten Anbau"

Auch in diesem Jahr lud die Sautter & Stepper GmbH am 21.02.2013 zum Erfahrungsaustausch "Nützlingseinsatz im geschützten Anbau" nach Herrenberg ein. Wie immer erwarteten die bundesweit angereisten Teilnehmer hochinteressante Beiträge zum Thema biologischer und integrierter Pflanzenschutz.

Auch in diesem Jahr lud die Sautter & Stepper GmbH am 21.02.2013 zum Erfahrungsaustausch "Nützlingseinsatz im geschützten Anbau" nach Herrenberg ein. Wie immer erwarteten die bundesweit angereisten Teilnehmer hochinteressante Beiträge zum Thema biologischer und integrierter Pflanzenschutz.

35 Jahre Nützlingseinsatz in Baden-Württemberg
Dr. Reinhard Albert vom LTZ Augustenberg in Stuttgart ließ in seinem Vortrag die Geschichte des biologischen Pflanzenschutzes in Baden-Württemberg Revue passieren: Bereits Ende der 60er Jahre wurden hier erstmals Nützlinge eingesetzt, allerdings scheiterte dieser Versuch aufgrund fehlender integrierbarer Mittel. Ab 1979 wurden dann die drei Nützlinge Phytoseiulus persimilis, Encarsia formosa und Trichogramma sp. erfolgreich eingesetzt. Das Fehlen von Nützlingsanbietern in Deutschland führte jedoch zu erheblichen Problemen im Hinblick auf Qualität und Verfügbarkeit der Tiere. Mit Unterstützung des LTZ wurden daher in den 80er Jahren Nützlingsproduktionen in Baden-Württemberg aufgebaut. Nach positiven Erfahrungen in Gurke und Tomate wurde der biologische Pflanzenschutz auch in weiteren Fachsparten des Gartenbaus eingeführt. Vor allem auch durch das Auftreten neuer und resistenter Schädlinge, die mit chemischen Mitteln nicht zu kontrollieren waren, setzte sich der Nützlingseinsatz immer mehr durch. So ist z.B. die Bekämpfung des kalifornischen Blütenthrips Frankliniella occidentalis sowie der Tabak-Weißen Fliege Bemisia tabaci, die beide Ende der 80er Jahre erstmals auftraten, ohne Nützlinge nicht mehr denkbar. Entsprechend erweiterte sich auch das Nützlingsangebot: Mittlerweile sind ca. 60 verschiedene Nützlinge sowie unzählige Ausbringungsmethoden für die Anwendung unter Glas verfügbar. Zum Einsatz kommen diese in Baden-Württemberg vorrangig im Gemüsebau, wo der biologische Pflanzenschutz mittlerweile Standard ist, aber auch in Topfpflanzen- und Beerenkulturen, gefolgt von weiteren Bereichen wie Schnittblumen, Verkaufsgewächshäuser, Innenraumbegrünung, Ziergehölze usw. Es gibt jedoch weiterhin großen Forschungs- und Entwicklungsbedarf: Im Freiland stehen bislang nur wenige Nützlinge zur Verfügung, und auch die Ermittlung von Gegenspielern neu auftretender Schädlingsarten stellt ein großes Tätigkeitsfeld dar. Nicht zuletzt ist auch die Vereinfachung der Nützlingsausbringung ein immer wichtiger werdendes Thema.

Neues und Aktuelles zum chemischen Pflanzenschutz
Im Vortrag von Jana Reetz vom LTZ Augustenberg in Stuttgart ging es um das bereits am 14.02.2012 in Kraft getretene neue Pflanzenschutzgesetz und seine Auswirkungen auf die gärtnerische Praxis. Neuerungen ergeben sich u.a. bei der Kategorisierung bisheriger Pflanzenstärkungsmittel. Das novellierte Gesetz fasst die Definition von Pflanzenschutzmitteln neu, so dass bisher als Pflanzenstärkungsmittel gehandelte Präparate nun als Pflanzenschutzmittel deklariert werden. Der Begriff Pflanzenstärkungsmittel wurde entsprechend neu definiert, Pflanzenstärkungsmittel nach altem Recht sind seit dem 14.02.2013 nicht mehr verkehrsfähig (eine Liste aktuell zugelassener Pflanzenstärkungsmittel gibt es beim BVL). Neben Änderungen zur Aufbrauchfrist von Pflanzenschutzmitteln sowie zur Aufzeichnungspflicht von Pflanzenschutzmaßnahmen wird auch die Sachkunde neu geregelt. So gilt die nach altem Recht z.B. durch Berufsausbildung, Sachkundeprüfung oder Studium erworbene Sachkunde noch bis zum 26.11.2015. Ein Sachkundenachweis muss allerdings bis zum 26.05.2015 beantragt werden, sonst verfällt die Sachkunde. Anwender und Vertreiber von Pflanzenschutzmitteln sowie Pflanzenschutzberater müssen außerdem ab dem 01.01.2013 alle drei Jahre eine anerkannte Fort- bzw. Weiterbildungsmaßnahme zum Thema Pflanzenschutz besuchen, um die Sachkunde aufrecht zu erhalten. Pflanzenschutzmittel, die nur für die berufliche Anwendung zugelassen sind, dürfen ausschließlich an sachkundige Personen, d.h. nur unter Vorlage des Sachkundenachweises, abgegeben werden. Desweiteren von Änderungen betroffen sind u.a. die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingarten und im öffentlichen Grün sowie Zulassungen im Bereich von Indikationslücken. Detaillierte Auskunft hierzu geben die Pflanzenschutzdienste sowie das BVL.

Kontaktadresse der Referentin: jana.reetz@ltz.bwl.de

Schlupfwespenkombinationen zur Blattlausbekämpfung
Marion Ruisinger vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW berichtete über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Schlupfwespenmixen zur Bekämpfung von Blattläusen, die unter den Handelsnamen Ornaprotect, Verdaprotect und Basilprotect angeboten werden. Diese Kombinationen sind auf diejenigen Blattlausarten abgestimmt, die an den jeweiligen Kulturen - in diesem Fall Zierpflanzen, Gemüse und Kräuter - auftreten. Enthalten sind je nach Mix fünf bis sechs Schlupfwespenarten in unterschiedlicher Zusammensetzung, die über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen abschlüpfen sollen. Dabei schnitt das Produkt Verdaprotect in einem in Zierpaprika durchgeführten Versuch am besten ab. Die in Kräutern eingesetzte Schlupfwespenmischung Basilprotect hingegen überzeugte vor allem bei kühleren Temperaturen zu Jahresbeginn nicht. Erst ab ca. Mitte April stellte sich hier der Erfolg ein. Auch die Ergebnisse für das im Zierpflanzenbereich eingesetzte Ornaprotect fielen recht unterschiedlich aus: So wurden z.B. bei Solanum und Cyclamen im Sommer gute Erfolge erzielt. Bei Korbblütlern jedoch gestaltet sich der Einsatz wesentlich schwieriger, da hier häufig auch die Kleine Pflaumenblattlaus (Brachycaudus helichrysi) auftritt. Diese Blattlausart wird von keiner der enthaltenen Schlupfwespenarten befriedigend parasitiert, verursacht jedoch auch bei geringem Befall starke Schäden, so dass hier der Einsatz chemischer Mittel in den Versuchen unumgänglich war. Auch bei Rosen hatte sich der Einsatz nicht bewährt, da diese oftmals von der Amerikanischen Rosenblattlaus (Rhodobium porosum) befallen werden. Lediglich die Schlupfwespe Aphelinus abdominalis, die sich allerdings sehr langsam entwickelt, parasitiert diese Blattlausart. Die im Mix enthaltene Menge an A. abdominalis reichte nicht aus, um dem Befall Herr zu werden, so dass auch hier mit chemischen Mitteln nachgeholfen werden musste. Bei solchen 'Problemläusen' sowie bei Mischkulturen wie Beet und Balkon empfiehlt es sich daher, die Nützlinge gezielt auszuwählen und keine Mischungen einzusetzen. Generell muss, wie auch bei allen anderen Blattlausparasitoiden, bei den Schlupfwespenmixen darauf geachtet werden, dass die Pappröhrchen vor Ameisen, Mäusen und Feuchtigkeit geschützt sind. Die beste Methode hierfür ist die Anbringung an speziellen Kunststoffdächern, die an dünnen Nylonfäden aufgehängt werden.

Einfluss von Licht und Temperatur auf die Parasitierungsleistung von Schlupfwespen
In einem weiteren Vortrag stellte Marion Ruisinger (Pflanzenschutzdienst NRW) Versuche von Dennis Hehnen vor, die unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Pude an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer NRW durchgeführt worden waren. Untersucht wurde der Einfluss von Licht und Temperatur auf die Parasitierungsleistung der drei Blattlausparasitoide Aphidius colemani, A. matricariae und Ephedrus cerasicola. Die Versuche wurden an der Grünen Pfirsichblattlaus Myzus persicae durchgeführt, wobei vier unterschiedliche Bedingungen während der Eiablage der Schlupfwespen getestet wurden: 3000 lx und 20°C, 3000 lx und 10°C, Dunkelheit und 20°C sowie Dunkelheit und 10°C. Während bei der ersten Variante (hell und warm) eine schnelle und hohe Parasitierungsleistung zu verzeichnen war, blieb unter hellen, aber kühlen Bedingungen die Parasitierungsrate äußerst gering. Bei der dritten Variante (hell, aber kühl) verzögerte sich zwar die Parasitierung, die Anzahl der parasitierten Blattläuse war aber noch recht hoch. Die letzte Variante (dunkel und kühl) lieferte die schlechtesten Ergebnisse: Die Parasitierung erfolgte sehr stark verzögert und in sehr geringem Maße. Bei allen Varianten zeigte Aphidius matricariae die höchste Parasitierungsgeschwindigkeit. Die Versuche zeigen, dass die Parasitierungsleistungen der drei Schlupfwespenarten nicht nur von Temperatur- sondern auch von Lichtverhältnissen abhängig sein können. Weitere Untersuchungen hierzu werden noch folgen.

Chrysoperla-Überschwemmung in Topfpetersilie
Marion Ruisinger (Pflanzenschutzdienst NRW) stellte außerdem einen weiteren Versuch von Dennis Hehnen, Hanna Blum und Martin Herbener vor, der ebenfalls an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer NRW unter Leitung von Prof. Dr. Ralf Pude vorgenommen worden war. Dabei ging es um die Frage, ob hohe Ausbringungsmengen der Florfliegenlarve Chrysoperla carnea bei starkem Befall mit Myzus persicae (Grüne Pfirsichblattlaus) sinnvoll sind. Hierzu wurden Petersilientöpfe mit jeweils gleicher Menge Myzus persicae infiziert und zwei Tage später mit unterschiedlichen Mengen an Chrysoperla behandelt. Ein zweiter Chrysoperla-Einsatz erfolgte nach weiteren 14 Tagen. Verglichen wurde jeweils mit einer unbehandelten Variante sowie mit einer mit Spruzit behandelten Variante. Bei den Chrysoperla-Varianten mit geringerer Dosierung (1 und 5 Tiere/m²) war bereits nach 10 Tagen wieder starker Befall zu verzeichnen. Bei beiden Varianten mit hoher Ausbringungsmenge (25 und 50 Chrysoperla/m²) sowie bei der Spruzit-Variante trat nach anfänglich guter Wirkung nach 14 Tagen wieder stärkerer Befall auf. Der geringe Erfolgsunterschied bei 25 gegenüber 50 Chrysoperla/m² liegt vermutlich im kannibalistischen Verhalten der Tiere begründet. Statt der Erhöhung der Einsatzmengen sollte also vielmehr der bislang gängige Ausbringungsrhythmus von 14tägig auf wöchentlich verkürzt werden, da in allen Varianten der Befall nach 10 bzw. 14 Tagen bereits wieder deutlich zugenommen hatte.

ChrysoCard eine neue Methode zur Florfliegenausbringung
Ulrich Büsing von der Sautter & Stepper GmbH stellte die ChrysoCard als neues Ausbringungsverfahren für Florfliegen vor. Hierbei handelt es sich um Kärtchen, die mit Florfliegeneiern beklebt sind. Zusätzlich sind Motteneier zur Futterversorgung aufgeklebt, um die geschlüpften Larven vor Kannibalismus zu schützen. Die wetterfesten Kärtchen werden in die Pflanze gehängt, worauf die Larven nach dem Schlupf in die Pflanze überwandern und mit der Beutesuche beginnen. Die ChrysoCard eignet sich insbesondere für den Bereich Innenraumbegrünung oder auch fürs Freiland, wo die Ausbringung der Larven bisher schwierig zu handhaben war. Wichtig bei der Ausbringung der Karten ist, diese möglichst dicht ins Laub zu hängen, damit die Tiere möglichst viel Kontakt zur Pflanze und somit Möglichkeiten zum Überlaufen haben.

Auswirkungen der Kulturbedingungen auf den Nützlingseinsatz
Jörg Klatt vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer NRW befasste sich in seinem Vortrag mit den Einflüssen der Kulturbedingungen auf den Nützlingseinsatz. Von maßgeblicher Bedeutung für die Pflanzengesundheit sind demnach zunächst die pflanzeneigenen Abwehrkräfte, die es zu stärken gilt. Die Aktivität der Pflanze ist dabei Grundvoraussetzung für deren Gesunderhaltung, d.h. Transpiration und Stoffaufbau sollten gefördert und schwächende Einflüsse wie z.B. lange Blattnässephasen vermieden werden. Die Taupunkttabelle sollte daher immer im Blick behalten werden. Weitere ungünstige Faktoren sind ein schlechter Ernährungszustand der Pflanze (z.B. einseitige Stickstoffversorgung, Calciummangel usw.), Vernässungen im Wurzelbereich bzw. fehlender Sauerstoff im Substrat sowie Kulturschocks (starke Temperaturschwankungen sowie extreme Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe). Der Einsatz von stärkenden Präparaten und Bodenhilfsstoffen wie z.B. Trichoderma-Produkten hilft, die Pflanze vor Krankheitserregern zu schützen. Beim Einsatz technischer Geräte spielt vor allem deren Platzierung eine wichtige Rolle: Messfühler sollten unbedingt strahlungsgeschützt direkt im Pflanzenbestand hängen und außerdem regelmäßig auf Funktionstüchtigkeit kontrolliert werden. Durch verfälschte Temperaturmessungen kann unter Umständen auch der Nützlingseinsatz scheitern, insbesondere, wenn von höheren Temperaturen ausgegangen wird als tatsächlich im Bestand herrschen. Der Einsatz von Ventilatoren hilft außerdem, Temperaturgefälle innerhalb des Gewächshauses sowie die Bildung von Kaltluftseen zu unterbinden. Generell gilt es, den Pflanzenbestand achtsam zu überwachen, was u.a. auch den Einsatz von Leimtafeln zum Befallsmonitoring beinhaltet. Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Einfluss der Vorkultur, vor allem, wenn es sich hierbei um Pflanzen mit hohem Befallsdruck handelt. Ebenso können Belastungen durch früher erfolgte Pflanzenschutzmaßnahmen zu einer Minderung oder gar zum Ausbleiben des Erfolgs beim Nützlingseinsatz führen. Vorrang beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte daher immer die Nützlingsschonung haben. Oftmals siedeln sich in chemisch unbelasteten Beständen außerdem zusätzliche 'Helfer' wie Marienkäfer oder die Raubfliege Coenosia an. Stark toxische und/oder persistente Wirkstoffe wie z.B. Imidachloprid sollten grundsätzlich nicht eingesetzt werden, wenn mit Nützlingen gearbeitet wird.

Invasive Schädlingsarten
Dr. Reinhard Albert vom LTZ Augustenberg in Stuttgart ging in seinem Vortrag über heimische und invasive Schädlingsarten in Baden-Württemberg unter anderem auf die Gleditschien-Spinnmilbe Platytetranychus multidigituli ein, deren Auftreten mit der zunehmenden Verwendung der Gleditschie als Straßenbaum einhergeht. Auch verschiedene Wolllausarten sind verstärkt auf dem Vormarsch. So ist z.B die mittelschwänzige Gewächshausschmierlaus Pseudococcus viburni (Synonym P. affinis) mittlerweile in der Lage, im Freiland zu überwintern. Die Tiere, die u.a. durch starke Honigtauproduktion auffallen, treten inzwischen auch an Gehölzen wie Kirschlorbeer auf und sind chemisch kaum zu bekämpfen. Unter Glas können Australische Marienkäfer (Cryptolaemus montrouzieri) und deren Larven gegen die Wollläuse eingesetzt werden, wohingegen die Anwendung von Schlupfwespenarten sowie Florfliegenlarven meist wirkungslos ist. Verwechslungsmöglichkeit besteht mit der Madeira-Schildlaus (Phenacoccus madeirensis), die ebenfalls einen mittellangen Schwanz aufweist und von der enorm viele Wirtspflanzen unterschiedlichster Pflanzenfamilien befallen werden. Gegen diese Wollausart können Cryptolaemus sowie Florfliegenlarven eingesetzt werden. Bekämpfungsstrategien gegen die ausschließlich an Kakteen vorkommende Kaktus-Schmierlaus Spilococcus mammillariae müssen noch erprobt werden. Große Sorgen im Orchideenanbau bereitet der Vanda-Thrips Dichromothrips corbetti, der ein beträchtliches Schadpotential aufweist. Der Schädling stammt ursprünglich aus Asien und ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit schwere Blütenschäden hervorzurufen. Chemische Maßnahmen greifen hier nicht.

Die 'neue' Raubmilbe Amblydromalus limonicus
Marion Ruisinger (Pflanzenschutzdienst NRW) befasste sich in einem weiteren Vortrag mit der neu auf dem Nützlingsmarkt erschienenen Raubmilbe Amblydromalus limonicus, die gegen Thripse und Weiße Fliege eingesetzt wird. Dem Nützling werden eine hohe Fraßleistung sowie ein weites Temperaturspektrum (13-30°C) nachgesagt. In einem Versuch in Zierpaprika wurde die neue Raubmilbe mit Amblyseius cucumeris und A. swirskii verglichen. Ausgewertet wurden hierzu die Thripsfänge auf Leimtafeln sowie die Auszählungen der Thripsanzahl pro Blüte. Der Einsatz von Amblyseius swirskii erzielte hierbei die besten und nachhaltigsten Erfolge, hinter denen A. cucumeris bei gleicher Ausbringungsmenge zurückblieb. Die recht hochpreisige Raubmilbe A. limonicus brachte gegenüber A. swirskii keine Vorteile. In einem weiteren Versuch in Cyclamen, in dem nur die beiden Raubmilben A. limonicus und A. cucumeris miteinander verglichen wurden, erzielte die Ausbringung von A. limonicus bessere Ergebnisse als A. cucumeris. Der hohe Preis rechtfertigt jedoch den Einsatz von A. limonicus lediglich während Extremphasen mit äußerst starkem Thripsdruck sowie bei besonders wertvollen Kulturen. 

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