Sachsen-Anhalt: Intensive Maßnahmen zum Schutz vor Japankäfern

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau hängt in diesem Jahr Fallen an Raststätten auf und bittet die Bevölkerung um Unterstützung, um die Ansiedlung des Pflanzenschädlings auch weiterhin zu verhindern.

Bild des Japankäfers: Er ist zirka einen Zentimeter groß und hat einen grün schimmernden Kopf. Bild: © LLG / Johanna Gieler.

Nach dem Auftreten des Japankäfers (Popillia japonica) in der Nähe von Trebur (Hessen), wird die Bevölkerung auch in Sachsen-Anhalt von der zuständigen Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) mit Hauptsitz in Bernburg sensibilisiert, wachsam zu sein. Die Behörden in Hessen haben im Juni mit dem Aufstellen zusätzlicher Fallen (Massenfang) begonnen. Nach derzeitig vorliegenden Informationen werden die Fallen täglich geleert und über 100 Käfer am Tag gefangen.

Der Japankäfer besitzt durch sein großes Wirtspflanzenspektrum ein enormes Schadpotential. Bisher gibt es in Sachsen-Anhalt noch kein Befallsgebiet. Damit das so bleibt, werden von der Landesanstalt weitere präventive Maßnahmen ergriffen.

Fallen an Verkehrsstandorten in Sachsen-Anhalt

Um eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen, hat die Landesanstalt in diesem Jahr wieder die Standorte einiger Autobahnraststätten in ihr Erhebungsprogramm aufgenommen. So wurden an Raststätten in Sachsen-Anhalt (gelegen an der A2, A9, A14, A36 und A143) Lockstofffallen installiert. Zusätzlich befindet sich eine Falle am Güterbahnhof Halle/Saale. Die Landdesanstalt berücksichtigt dabei das Risiko, dass der Japankäfer als „Mitreisender“ über Verkehrs- und Warenströme etwa mit Lkw oder Zügen verschleppt wird.

Die Fallen dienen dazu, eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Ziel ist es, eine Ansiedlung des Japankäfers zu verhindern.

Dabei bittet die Landesanstalt auch um die Unterstützung der Bevölkerung und um Meldung verdächtiger Käferfunde in Sachsen-Anhalt an das Dezernat Allgemeiner Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit der LLG.

Was im Verdachtsfall zu tun ist

  • Fangen Sie den Käfer ein!
  • Verwahren Sie den Käfer in einem geschlossenen Behältnis.
  • Informieren Sie umgehend die Landesanstalt:
    pflanzengesundheit(at)llg.sachsen-anhalt.de
  • Schicken Sie ihre Kontaktdaten, den Fundort und vorzugsweise ein Foto des Käfers.

Warum ist der Japankäfer gefährlich?

In Befallsgebieten frisst er an über 300 Wirtspflanzen (z. B. Wein, Obstbäume, Rosen). Die Larven können große Schäden an Wiesen und Rasenflächen anrichten. Deshalb wurde der Käfer durch die Europäische Union als prioritärer Quarantäneschädling eingestuft.

So wird der Schädling erkannt

Der Japankäfer ist circa einen Zentimeter groß. Er hat einen grün schimmernden Kopf und braune Flügeldecken. Er ähnelt sehr dem heimischen Gartenlaubkäfer. Im Gegensatz zu ihm trägt der Quarantäneschädling fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs. (LLG)

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Sachsen-Anhalt: Intensive Maßnahmen zum Schutz vor Japankäfern

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau hängt in diesem Jahr Fallen an Raststätten auf und bittet die Bevölkerung um Unterstützung, um die Ansiedlung des Pflanzenschädlings auch weiterhin zu verhindern.

Bild des Japankäfers: Er ist zirka einen Zentimeter groß und hat einen grün schimmernden Kopf. Bild: © LLG / Johanna Gieler.

Nach dem Auftreten des Japankäfers (Popillia japonica) in der Nähe von Trebur (Hessen), wird die Bevölkerung auch in Sachsen-Anhalt von der zuständigen Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) mit Hauptsitz in Bernburg sensibilisiert, wachsam zu sein. Die Behörden in Hessen haben im Juni mit dem Aufstellen zusätzlicher Fallen (Massenfang) begonnen. Nach derzeitig vorliegenden Informationen werden die Fallen täglich geleert und über 100 Käfer am Tag gefangen.

Der Japankäfer besitzt durch sein großes Wirtspflanzenspektrum ein enormes Schadpotential. Bisher gibt es in Sachsen-Anhalt noch kein Befallsgebiet. Damit das so bleibt, werden von der Landesanstalt weitere präventive Maßnahmen ergriffen.

Fallen an Verkehrsstandorten in Sachsen-Anhalt

Um eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen, hat die Landesanstalt in diesem Jahr wieder die Standorte einiger Autobahnraststätten in ihr Erhebungsprogramm aufgenommen. So wurden an Raststätten in Sachsen-Anhalt (gelegen an der A2, A9, A14, A36 und A143) Lockstofffallen installiert. Zusätzlich befindet sich eine Falle am Güterbahnhof Halle/Saale. Die Landdesanstalt berücksichtigt dabei das Risiko, dass der Japankäfer als „Mitreisender“ über Verkehrs- und Warenströme etwa mit Lkw oder Zügen verschleppt wird.

Die Fallen dienen dazu, eine mögliche Einschleppung frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Ziel ist es, eine Ansiedlung des Japankäfers zu verhindern.

Dabei bittet die Landesanstalt auch um die Unterstützung der Bevölkerung und um Meldung verdächtiger Käferfunde in Sachsen-Anhalt an das Dezernat Allgemeiner Pflanzenschutz und Pflanzengesundheit der LLG.

Was im Verdachtsfall zu tun ist

  • Fangen Sie den Käfer ein!
  • Verwahren Sie den Käfer in einem geschlossenen Behältnis.
  • Informieren Sie umgehend die Landesanstalt:
    pflanzengesundheit(at)llg.sachsen-anhalt.de
  • Schicken Sie ihre Kontaktdaten, den Fundort und vorzugsweise ein Foto des Käfers.

Warum ist der Japankäfer gefährlich?

In Befallsgebieten frisst er an über 300 Wirtspflanzen (z. B. Wein, Obstbäume, Rosen). Die Larven können große Schäden an Wiesen und Rasenflächen anrichten. Deshalb wurde der Käfer durch die Europäische Union als prioritärer Quarantäneschädling eingestuft.

So wird der Schädling erkannt

Der Japankäfer ist circa einen Zentimeter groß. Er hat einen grün schimmernden Kopf und braune Flügeldecken. Er ähnelt sehr dem heimischen Gartenlaubkäfer. Im Gegensatz zu ihm trägt der Quarantäneschädling fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite und zwei weiße Haarbüschel am Ende des Hinterleibs. (LLG)

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