Schädlinge bekämpfen, Ernten schützen: BMLEH startet neue Förderung

Schilf-Glasflügelzikade, Japankäfer und andere Schädlinge sind eine wachsende Gefahr für die heimische Landwirtschaft. Begünstigt durch Klimawandel und internationalen Reise- und Güterverkehr breiten sich zunehmend auch neue Arten aus, die erhebliche Ernteverluste verursachen können.

Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer. Bild: © Bundesregierung/Steffen Kugler.

Um landwirtschaftliche Betriebe besser gegen diese Bedrohung zu wappnen, hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) eine neue Förderung aufgelegt. Bis zu 3 Mio. Euro stehen für die Entwicklung praxistauglicher und wirtschaftlich tragfähiger Verfahren bereit, mit denen neue Schadorganismen frühzeitig erkannt, ihre Ausbreitung überwacht und eine gezielte und umweltschonende Bekämpfung möglich ist. Förderfähig sind zum Beispiel digitale Systeme, die Schädlinge mithilfe von Sensoren, Kameras oder Drohnen frühzeitig aufspüren und ihre Ausbreitung überwachen. Auch innovative Verfahren zur gezielten und umweltschonenden Schädlingsbekämpfung können von der Förderung profitieren – etwa biologische Methoden oder intelligente Fallensysteme.

Dazu sagt der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer: „Schädlinge wie die Schilf-Glasflügelzikade oder der Japankäfer stellen für unsere Landwirtschaft eine ernsthafte Bedrohung dar. Unsere Betriebe brauchen dafür Antworten, die nicht nur auf dem Papier gut aussehen, sondern auch auf dem Acker überzeugen. Genau hier setzen wir mit unserer Förderung an: Wir brauchen durchdachte Konzepte für die Früherkennung, Überwachung und Bekämpfung von neuen Schadorganismen, die schnell ihren Weg in die Praxis finden. Dabei setzen wir ganz bewusst auf eine substantielle Beteiligung der Wirtschaft. Ich will, dass Unternehmen ihre Expertise und ihre Erfahrungen von Anfang an einbringen können. So schaffen wir einsatzbereite und marktfähige Innovationen für unsere Landwirte, die Ernten schützen und die Betriebe widerstandsfähiger machen.“

Ziel des BMLEH ist es, innovative Konzepte möglichst schnell in marktfähige Produkte und Verfahren zu überführen. Deshalb richtet sich die neue Förderung gezielt an Unternehmen – und zwar insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen und Start-ups. Auch Verbundvorhaben zusammen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind möglich. Dabei ist eine substantielle Beteiligung der Wirtschaft jedoch Voraussetzung: In der Regel müssen mehr als 40% der gesamten Projektmittel auf die beteiligten Unternehmen entfallen.

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