Fusion: EDEKA Rhein-Ruhr und EDEKA Nord

Im September 2025 hatten die beiden EDEKA-Regionen Rhein-Ruhr und Nord ihre Absicht bekundet, im Rahmen einer Allianz auf Augenhöhe langfristig zu einem Unternehmen zusammenzuwachsen. Nun haben die Mitglieder beider Genossenschaften die Allianz mit großer Mehrheit beschlossen. Damit ist der Weg frei zum Aufbau der Region EDEKA Nordwest. Der Start der neuen Region ist für den 1. Juli 2026 vorgesehen.

Genossenschaftsmitglieder von EDEKA Rhein-Ruhr und EDEKA Nord stimmen für die Allianz beider Regionen. Bild: EDEKA.

Die Region Nordwest umfasst zukünftig das Vertriebsgebiet zwischen Nordsee und Ostsee (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Teile von Brandenburg und Niedersachsen) sowie ein Gebiet zwischen Rhein und Ruhr (Nordrhein-Westfalen mit Teilen von Rheinland-Pfalz). Die EDEKA Nordwest mit ihren rund 600 Kaufleuten wird über 1.500 Märkte mit ihren Vertriebsmarken EDEKA, Marktkauf und trinkgut betreuen. Der gemeinsame Umsatz liegt bei rund 11 Mrd. Euro.

Stärkung der selbstständigen Kaufleute

Die beiden Regionen versprechen sich von der Allianz einen Ausbau der Leistungen für die selbstständigen Kaufleute in der Fläche. Mit gebündelten Kräften lassen sich zudem Wachstumschancen in Vertriebsformaten, Sortimenten und Märkten realisieren. Im Zuge der Allianz sind keine Anpassungen der Logistik- und Produktionsstandorte geplant. Dennoch erwarten beide Unternehmen durch die Zusammenlegung signifikante Synergieeffekte, die das zukünftige Unternehmen effizienter, innovativer und wettbewerbsfähiger machen sollen.

Um die neue Region renditestark und mit einem gesunden Cash-Flow aufzustellen, wird in den ersten Jahren bewusst auf Ergebnis verzichtet. Damit werden für die Region die Voraussetzungen geschaffen, um die Expansion weiter voranzutreiben, Märkte, Produktion und Logistik zu modernisieren und die Chancen der Digitalisierung in allen Geschäftsbereichen zu nutzen. Mittelfristig soll die Verschuldung der EDEKA Nordwest deutlich reduziert werden.

Geleitet werden wird die Region Nordwest von der Geschäftsführung bestehend aus Dirk Neuhaus, Peter Wagener (bislang Rhein-Ruhr) und Frank Breuer (bislang Nord). Den Sitz hat die Region in Moers.

EDEKA Rhein-Ruhr: Umsatzplus von 3,3% im Geschäftsjahr 2025

Die beiden Genossenschaften Rhein-Ruhr und Nord haben auf den Generalversammlungen auch die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2025 vorgestellt. EDEKA Rhein-Ruhr hat trotz eines herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes seine Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Der Umsatz lag nach einem Zuwachs von 3,3% bei 6,7 Mrd. Euro (+215 Mio. Euro vs. 2024), das Ergebnis lag mit 149,6 Mio. Euro über den Erwartungen. Der Umsatz der einzelnen Vertriebslinien entwickelte sich wie folgt (jeweils selbstständiger Einzelhandel und Regie): EDEKA wuchs um 2,9% auf 6,1 Mrd. Euro, Marktkauf legt um 1,7% auf 1,1 Mrd. Euro zu und trinkgut konnte sich um 3,9% auf 1 Mrd. Euro steigern. Auch die Bäckerei Büsch (+6,7% auf 225 Mio. Euro) und das Fleischwerk Rasting (+3% auf 700 Mio. Euro) konnten ihre Umsätze erhöhen.

EDEKA Nord: Konzernumsatz in 2025 um 2,9% gestiegen

EDEKA Nord konnte ebenfalls ein stabiles Ergebnis erzielen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9% auf 4,2 Mrd. Euro (+116,4 Mio. Euro vs. 2024). Im Geschäftsjahr 2025 konnte EDEKA Nord ein Ergebnis in Höhe von 46,6 Mio. Euro erzielen. Bei der Tochtergesellschaft Fleischwerk EDEKA Nord GmbH betrug der Warenumsatz 428,2 Mio. Euro (Vorjahr: 411,5 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse der Backwarensparte beliefen sich auf 187,9 Mio. Euro (Vorjahr: 185,9 Mio. Euro).

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.