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Bayer: Treibt Entwicklung biologischer Pflanzenschutzlösungen voran
Robigo, ein Biotech-Unternehmen, das biologische Pflanzenschutzlösungen ohne den Einsatz synthetischer Chemikalien entwickelt, hat jetzt eine Serie-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die Runde wird von Leaps by Bayer angeführt, weitere Investoren sind Illumina Ventures, SVG Thrive, Congruent Ventures und Endeavor8.
Mit dem frischen Kapital will Robigo die Markteinführung gentechnisch optimierter mikrobieller Biopestizide zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten in Sojabohnen und Sonderkulturen in den USA beschleunigen. Ziel ist es, wirtschaftlich rentable biologische Pflanzenschutzlösungen auf den Markt zu bringen, ohne Kompromisse bei der Wirksamkeit zu machen. Darüber hinaus unterstützt die Finanzierung den Ausbau der Robigo-Pipeline, um im Boden überdauernde und über das Wurzelsystem angreifende Krankheitserreger in Ackerkulturen zu bekämpfen und so einen Markt mit einem Potenzial von rund 10 Mrd. US-Dollar zu erschließen.
Biologischer Pflanzenschutz bietet Landwirtinnen und Landwirten mehr Möglichkeiten, gezielt gegen Schädlinge und Krankheiten vorzugehen und so erheblichem wirtschaftlichen Schaden vorzubeugen. Neue Lösungen werden dringend benötigt: Allein das Sudden Death Syndrome (SDS) bei Sojabohnen verursacht Schätzungen zufolge jährlich Verluste in Höhe von 200 bis 500 Mio. US-Dollar für US-amerikanische Sojabohnenproduzenten. Gleichzeitig sind wirksame chemische Behandlungen kostenintensiv und nur begrenzt verfügbar. Ein weiteres Beispiel ist Fusarium-Welke. Es gilt derzeit als verheerendste Krankheit und größte Herausforderung für Salat- und Beerenproduzenten. Die Lösung von Robigo ergänzt passgenau das Pflanzenschutzangebot, das aktuell in diesem Segment zur Verfügung steht.
Robigo setzt zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten auf Synthetische Biologie. Dabei werden gezielt Veränderungen in den Mikroorganismen vorgenommen und diese so mit Eigenschaften versehen, die eine zuverlässige Kontrolle von Schädlingen und Krankheitserregern ermöglichen. Die ARGO™-Plattform des Unternehmens beschleunigt zusätzlich das Verfahren. Schnelle Programmierbarkeit in Verbindung mit computergestützter Wirkstoffentwicklung ermöglichen neuartige Wirkmechanismen, die essenzielle Gene von Erregern gezielt ausschalten. Dadurch verkürzt Robigo den gesamten Prozess über alle Phasen – von der computergestützten Entwicklung über die Optimierung der Mikroorganismen sowie Validierung der Wirkstoffkandidaten bis zu Feldversuchen – auf weniger als 20 Monate. Branchenüblich sind dagegen drei bis fünf Jahre.
Die gentechnisch veränderten Mikroorganismen von Robigo werden einmalig ausgebracht; sie produzieren dann kontinuierlich die über die ARGO™-Plattform entwickelten Wirkstoffe und geben diese genau dort ab, wo sie benötigt werden – über die gesamte Saison hinweg und ohne Anbaumethoden anpassen zu müssen.
„Bei Robigo sind wir überzeugt, dass wir aufbauend auf Lösungen der Natur biologische Produkte entwickeln können, die mit der Wirksamkeit chemischer Pflanzenschutzmittel von heute gleichziehen oder diese sogar übertreffen können. Landwirtinnen und Landwirte sollten sich nicht zwischen Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit oder Nachhaltigkeit entscheiden müssen“, sagte Dr. Andee Wallace, Gründerin und CEO von Robigo.
„Die Skalierbarkeit der ARGO™-Plattform zeichnet Robigo aus“, sagt Dr. Jürgen Eckhardt, EVP und Leiter von Leaps by Bayer. „Statt eines einzelnen Produktes wird eine Plattform geschaffen, mit der sich unterschiedliche, bodenbürtige Krankheitserreger in Ackerkulturen schnell adressieren lassen. Robigos Pipeline für Pflanzenschutzprogramme ist auf akute, verheerende Krankheiten ausgerichtet und ergänzt sehr gut das Pflanzenschutzportfolio von Bayer. Robigo arbeitet unter Hochdruck an solchen Werkzeugen, die Landwirtinnen und Landwirte benötigen, um ihre Existenzgrundlage zu schützen, Umweltbelastungen weiter zu reduzieren und zu einem widerstandsfähigeren Ernährungssystem beizutragen.“

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