Winterportulak: Freund der Kälte

Wenn es draußen kalt und eisig ist, gefällt es dem Winterportulak am besten. Und so versorgt er uns von Oktober bis März mit frischem, vitaminreichem Grün.

Winterportulak mag kühle Temperaturen und keimt nur bei Temperaturen unter 12 Grad. Bild: lid.ch/Pro Specie Rara.

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Wie viele andere "Schweizer" Gemüsearten, stammt der Winterportulak ursprünglich nicht von hier. In seiner Wildform findet man den Wintersalat auch heute noch in seinem Ursprungsgebiet von Mexiko bis Südkanada. Schon die Indianer haben den knackigen Salat genutzt. Später brachten Siedler in von seinem Ursprungsort in die Karibik und weiter bis nach Australien. Erst 1749 gelangte 'Claytonia perfoliata', wie der Portulak auf Lateinisch heißt, zu uns nach Westeuropa.

Mittlerweile fühlt sich der Wintersalat in der Schweiz heimisch und kommt mit dem hiesigen Klima so gut zurecht, dass er uns auch im tiefsten Winter mit frischem, gesundem Grün versorgt. Er ist frostresistent und im frostfreien Gewächshaus wächst er den ganzen Winter über. Im Detailhandel sowie in Hof- und Bioläden ist der Winterportulak von Oktober bis März erhältlich.

Wintersalat mit Biss

Die Kälte hat es dem Winterportulak angetan und so keimen seine Samen nur bei maximal 12°C . Ist es wärmer, wird es ihm zu warm. Typisch für Winterportulak sind die rautenförmigen Blätter auf langen Stielen uns sein guter Biss. Geschmacklich erinnert er ein bisschen an Feldsalat. Wie auch der Feldsalat kann Portulak auch warm genossen werden, in der asiatischen Küchen beispielsweise kommt er meist kurz gedämpft zum Einsatz.

Der Name "Portulak" wird übrigens für zwei verschiedene Gartenpflanzen benutzt, was schnell zu Verwirrungen führen kann. Portulak nennt man den Gemüseportulak, Lateinisch 'Portulaca oleracea subsp. Sativa' wie auch den Winterportulak, um den sich hier alles dreht. Winterportulak wird auch Tellerkraut, Postelei oder – aufgrund seiner karibischen Vergangenheit – Kubaspinat genannt.

Tipp

Wie auch bei Topinambur handelt es sich beim Winterportulak um einen Neophyten. Man sollte also beispielsweise über eine Wurzelbremse dafür sorgen, dass sich die wuchsfreudige Pflanze nicht allzu stark vermehrt. (lid.ch)

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