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Wassermanagement im Gartenbau: Die Bedeutung von Regenwasserspeicherung für Pflanzen und Böden
Eine durchdachte Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen gewinnt damit immer mehr an Bedeutung. Regenwasser gilt dabei als besonders wertvoll für die Pflanzen. Es enthält in der Regel weniger Kalk als das Wasser aus der Leitung und weist meist eine für viele Pflanzen günstige Zusammensetzung auf. Durch geeignete Speichersysteme kann Regenwasser gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt zur Bewässerung genutzt werden.
Bedeutung von Wasser für das Pflanzenwachstum
Wasser hat im Stoffwechsel der Pflanzen mehrere zentrale Funktionen. Doch nicht nur die Nährstoffe im Boden brauchen Wasser. Ohne Wasser kein Pflanzenleben. Wasser dient in der Pflanze selbst als Transportmittel für Nährstoffe, es wird bei Fotosynthese gebraucht und es gibt der pflanzlichen Zellstruktur ihre Festigkeit. Kommt es zu Wasserentzug, leidet die Pflanze. Blätter hängen schlaff nieder, Wachstum kommt ins Stocken, die Blütenbildung und damit die Fruchtfolge vermindert sich. Besonders empfindlich sind die jungen, frischen Pflanzen, die sich erst in neue Erde gesetzt haben. Aber auch in den Gewächshäusern und den stark benutzten Gartenanlagen muss ständig für die Feuchtigkeitszufuhr gesorgt werden. Wie schnell der Boden Wasser speichern kann, hängt nicht nur von der Regenmenge ab, sondern auch von der Beschaffenheit des Bodens selbst. Auf lockeren, humushaltigen Böden kann der Regen weit besser einsickern und gespeichert werden als auf schwerem, verdichtetem Gelände.
Herausforderungen durch veränderte Niederschlagsmuster
Die Niederschlagshäufigkeit ist nicht gleich geblieben. Klimawissenschaftler finden in den neuen Niederschlagsstatistiken viele Beispiele dafür, dass die Regenmengen immer ungünstiger verteilt sind, oft fehlen sie ganz oder kommen in den kurzen Zeitabschnitten als Wolkenbrüche. Diese zu Boden fallenden Wassermengen gelangen oft gar nicht bis zu den Pflanzen, sondern laufen gleich wieder ab, ein Teil wenigstens. Monatelange Trockenheit folgt oft auf solche Regenperioden, wo dann unter Umständen zusätzliche Bewässerung ausgeführt werden muss. Besonders in städtischen Gärten und in Bereichen mit viel versiegelter Fläche findet ein natürlicher Wasserkreislauf nicht statt.
Diese Entwicklungen gezwungen Gartenbesitzer und Betriebe darüber nachzudenken, wie sie mit Wasser umgehen müssen. Eine Möglichkeit stellt die Speicherung von Regenwasser dar, sodass Niederschläge besser genutzt werden können.
Funktionsweise von Regenwasserzisternen
Regenwasserzisternen sind dazu da, Niederschläge von Dachflächen oder anderen Sammelflächen aufzufangen und zu speichern. Das Wasser wird über Dachrinnen und Rohre in einen unterirdischen oder oberirdischen Speicher geleitet. Von dort aus kann es bei Bedarf Verwendung finden. Zisternen bestehen in der Regel aus Kunststoff, Beton oder ähnlichen dauerhaften Materialien. Sie werden so dimensioniert, dass sie in Trockenperioden genügend Wasser bereithalten können. Die Dimensionierung hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Dachfläche, der durchschnittlichen Niederschlagsmenge und dem zu erwartenden Wasserbedarf des Gartens. Technische Einrichtungen wie Filterapparaturen oder Überlaufsysteme halten Schmutzpartikel zurück und sorgen dafür, dass überschüssiges Wasser abgeleitet wird. Auf wasserzisterne.de finden sich zahlreiche Informationen zur unterschiedlichen Technik und dem Aufbau der Regenwasserspeicher.
Regenwasser für die Gartenbewässerung
Regenwasser ist für die Unterrichtung im Garten aus vielerlei Gründen gut geeignet. In vielen Wasserversorgungen ist es mit mehr oder weniger gelösten Mineralstoffen, insbesondere Kalk, angereichert. Das kommt Pflanzen nicht zugute, die einen eher sauren Boden bevorzugen, z. B. Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren und andere. Vorteilhaft ist auch die Temperatur des gesammelten und in der Zisterne lagernden Wassers. Es ist der Außentemperatur viel ähnlicher als das Aufbereitungwasser aus den Wasserleitungen, damit ist der Temperaturschock beim Gießen für viele Pflanzenwurzeln gering.
Umweltschutz
Ökologisch ist die Regenwassernutzung ebenfalls günstig. Das Trinkwasser wird gespart, da statt aufbereitetem Trinkwasser Niederschläge und Regen der Zisterne genutzt werden, auch kann bei starken Niederschlägen ein Teil des Wasserabflusses zugeführt werden.
Verschiedene Systeme
Regenwasserzisternen lassen sich mit vielen Bewässerungssystemen koppeln. Von einfachen Schlauchsystemen über Tropfbewässerungen bis hin zu automatischen Steuerungen. Tropfbewässerungssysteme gelten als die effizientesten. Hierbei wird Wasser direkt in die Wurzelbereiche der Pflanzen abgegeben, dadurch wird die Verdunstung verringert und Wasserverluste werden vermieden.
Automatisierte Systeme können nicht nur mit Zeituhren, sondern auch mit Sensoren gekoppelt werden. So helfen Bodenfeuchtesensoren oder Wetterdaten zb. dabei, den tatsächlichen Wasserbedarf besser einzuschätzen, was letztlich zu einer besseren Steuerung der Bewässerung führt. Solche Systeme wie zum Beispiel unter wasserzisterne.de kommen im professionellen Gartenbau teilweise schon zum Einsatz, auch im privaten Garten lassen sie sich mittlerweile recht einfach installieren.
Planung und Dimensionierung von Zisternen
Bei der Planung eines Regenwasserspeichers sind einige Gesichtspunkte zu beachten. Die verfügbare Dachfläche sagt zwar nur bedingt etwas über das Sammelpotential aus, eine große Sammelfläche führt logischerweise auch zu größeren Niederschlagsmengen. Auch der durchschnittliche Wasserbedarf im Garten spielt eine Rolle. Gemüsebeete, Rasenflächen und Zierpflanzen haben unterschiedliche Anforderungen an die Bewässerung. Selbst bei gleichgünstigen Bedingungen kann der tägliche Wasserbedarf von einigen hundert Litern für einen großen Garten bis zu mehreren tausend Litern ansteigen.
Dass die Niederschläge regional unterschiedlich sind, ist eine Tatsache, die den Gartengepäckträger sich zu nutze machen kann. In niederschlagsreicheren Gebieten kann eine kleine Zisterne genügen; dagegen muss in den ariden Zonen die Zisterne entsprechend groß dimensioniert werden.
Nachhaltigkeit im Gartenbau
Nachhaltigen Gartenbau kann man an zahlreichen Gesichtspunkten festmachen. Die richtige Auswahl der Pflanzenarten, die schonende Bodenbearbeitung, vor allem aber die richtige Handhabung des Wassers sind einige der Maßnahmen, die jeder Gärtner beachten muss.
Die Speicherung von Regenwasser liegt auf der Hand. Die Niederschläge werden aufgefangen, gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt durch gezielte Bewässerung an die Pflanzen abgegeben. Auf diese Weise kann man mit der Ressource Wasser sparsamer umgehen.
Ökologische Gartenkonzepte werden von solchen Systemen profitieren. Mulchen, humusreiche Böden und eine angepasste Pflanzenauswahl werden wichtig sein, wenn es darum geht, das Wasser im Boden zu halten.
Wassermanagement wird wichtig
Der Bedarf nach einem durchdachten Wassermanagement wird im Gartenbau sicher nicht abnehmen. Der Klimawandel, höhere Temperaturen und häufiger durch Trockenheit gekennzeichnete Perioden verlangen flexiblere Antworten.
Regenwasserspeicher sind ein wichtiger Baustein. Sie helfen dabei, die Niederschläge zu sammeln und sie dann gezielt abzugeben, wenn die Pflanzen Bedarf haben. In Kombination mit modernen Bewässerungssystemen ergibt sich hier ein durchdachtes Konzept für den Umgang mit Wasser im Garten.
Für Hobbygärtner, Landschaftsgärtner und Gartenbaubetriebe wird sich der Einsatz von Regenwasser als praktikable Möglichkeit anbieten, die Pflanzen nachhaltig zu versorgen und mit Wasser verantwortungsvoll umzugehen.

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