VGL-BW: 125 neue Azubis bekommen "Willkommenstagen im Berufsstand"

Das neue Ausbildungsjahr im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau hat begonnen und für viele junge Menschen markiert dies den Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Erfolgreicher Start in die Ausbildung bei den Willkommenstagen im Berufsstand 2026. Bild: VGL-BW.

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Damit dieser Übergang von der Schule in den Beruf möglichst reibungslos gelingt, haben sich 125 angehende Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner bereits vor dem ersten Arbeitstag an der DEULA Baden-Württemberg gGmbH (DEULA-BW) in Kirchheim unter Teck auf ihre Ausbildung vorbereitet. In diesem Jahr nahmen damit so viele junge Menschen wie noch nie an den Willkommenstagen teil. Organisiert wurden die „Willkommenstage im Berufsstand“ vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. (VGL-BW).

Ende Juli und Ende August 2026 verwandelte sich die DEULA-BW für jeweils eine Woche in einen Lernort für den beruflichen Nachwuchs im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Ausbildungsbetriebe aus ganz Baden-Württemberg, vom Bodensee bis Mannheim, meldeten insgesamt 125 neue Auszubildende zu diesem dreitägigen Einführungsprogramm an.

Sicherheit durch Praxis

„Gerade das erste Arbeiten mit Maschinen und Geräten gibt den Jugendlichen ein gutes Gefühl für ihren neuen Beruf“, berichtet Ausbilder Stephan Raedel, der einen Teil des Workshops leitete. Neben dem Ausprobieren von Maschinen wie Bagger und Aufsitzrasenmäher standen auch erste Übungen zur Steinbearbeitung und zur Vermessung auf dem Programm. Die Teilnehmenden steckten rechte Winkel ab, legten erste Pflasterzeilen und Terrassenplatten und bearbeiteten Mauersteine – alles unter Anleitung erfahrener Ausbilderinnen und Ausbilder.

Gesundheit und Organisation im Blick

Doch nicht nur praktische Fertigkeiten wurden vermittelt. Auch Themen wie das korrekte Führen des Berichtsheftes, die Struktur der Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungskurse in Heidelberg und an der DEULA-BW wurden erklärt. Ergänzt wurde das Programm durch Hinweise zum gesunden Heben und Tragen sowie zur Arbeitssicherheit.

Pflanzen, Werte und Kommunikation

Ein weiterer Baustein war die Pflanzenkunde: Was unterscheidet Stauden von Sträuchern und Bäumen? Was bedeuten Begriffe wie Hochstamm oder Heister? Und wie kann man sich dieses Wissen digital, etwa mit Apps, aneignen? Auf diese Fragen gaben erfahrene Fachkräfte fundierte Antworten und führten die Auszubildenden zum Kern der Grünen Branche, der Pflanze, hin.

Neben fachlichen Inhalten standen auch persönliche und soziale Kompetenzen auf dem Plan. In einem vierstündigen Workshop reflektierten die Auszubildenden ihr Selbst- und Fremdbild, beschäftigten sich mit Werten im Betrieb, guter Kommunikation und Teamfähigkeit. Auch der Umgang mit Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen sowie mit Kundschaft wurde thematisiert.

Ziel: Weniger Abbrüche, mehr Sicherheit und ein guter Austausch

Ein wichtiges Anliegen der Willkommenstage ist es, die Abbrecherquote in der Ausbildung zu senken und den Jugendlichen von Beginn an mehr Sicherheit im Berufsalltag zu geben. Gleichzeitig bot das Programm die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen, Gleichgesinnte kennenzulernen und sich auszutauschen. „Die Jugendlichen kommen direkt am Anfang miteinander in Kontakt, lernen andere Auszubildende kennen, die das Gleiche machen und ebenfalls in die Ausbildung starten. Ich fühle mich jetzt richtig gut vorbereitet“, berichtet ein Auszubildender der Region Stuttgart. Als Highlight nannten die Teilnehmenden vor allem das Baggerfahren, die praktischen Übungen sowie den Zusammenhalt und den gemeinsamen Gruppenspaß.

Unterstützt wurden die Willkommenstage vom Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. und dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Die Termine für das Jahr 2027 werden in den Wintermonaten 2026/2027 bekanntgegeben.

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