Valentinstag: Gute Nachfrage nach Floralem

Auch wenn in einigen Medien unmittelbar vor dem Valentinstag die Nachhaltigkeit von Schnittblumen und Anbaumethoden in den Ländern des globalen Südens thematisiert wurden, zieht der Fachhandel überwiegend ein positives Resümee für den diesjährigen Valentinstag.

Rosen waren zum Valentinstag erneut das Top-Produkt. Bild: GABOT.

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Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage des Fachverband Deutscher Floristen im Kreis seiner Mitglieder. Tatsächlich beantworteten 87% die Frage, ob sie zu zufrieden sind, mit Ja. Rund 60% der FDF-Mitglieder freuten sich sogar über gestiegene Umsätze. Die meisten Umsätze wurden mit floralen Arrangements zwischen 20 und 40 Euro in den Blumenfachgeschäften gemacht. Tatsächlich waren viele Kunden eher klassisch unterwegs und fragten Rosen bzw. gemischte Rosensträuße nach; gefolgt, mit Abstand, von gemischten Frühlingssträußen. Die gute Nachfrage und das positive Ergebnis kommen aber auch nicht von ungefähr. Rund 50% der befragten FDF-Mitglieder gaben an, den Valentinstag auch offensiv zu bewerben. Rund 65% ergänzten, dass sie dieses über eigene Social Media-Aktivtäten realisieren würden – ein Zeichen für Engagement und Eigeninitiative im Fachhandel.

Auf die Frage, ob die Herkunft der Blumen ein Thema in den Kunden- oder Beratungsgesprächen sein würde, kreuzten rund 60% Nein an, rund 35% antworteten mit gelegentlich, und rund 6% mit Ja.

Interessant sind die Antworten auf die Frage nach der generellen Entwicklung der Umsätze im Kreis der FDF-Mitglieder: knapp 40% der Befragten kreuzten an, dass ihre Umsätze generell gestiegen wären, rund 35% bewerteten sie mit gleichbleibend und 17% beklagen rückläufige Umsätze.

Auf die offene Frage, wo die Floristen derzeit die größten Preissteigerungen erlebten, wurden natürlich an Valentin die Rosen genannt, aber auch Schnittblumen generell, speziell Frühlingsblumen, sowie Grün wie zum Beispiel Eukalyptus und parallel dazu auch floraler Zubehör und Accessoires. Fast 90% der Floristen vermerkten ergänzend zu dieser Frage, dass sie diese Preiserhöhungen kalkulieren und an ihre Kunden weitergeben würden.

Die letzte Frage dieser Umfrage war ebenfalls eine offene Frage und bat um Stichpunkte, was die Floristinnen und Floristen derzeit am meisten bewegt und besorgt. Es kamen sehr viele und unterschiedliche Antworten zusammen. Hier eine Auswahl: Personalmangel ist ein großes Thema, Kunden grundlegend wohlwollend, gestiegene Lebenshaltungskosten lassen viele dennoch auf den LEH als Einkaufsort zurückgreifen, gestiegene betriebswirtschaftliche Kosten, (Einkaufskosten, Energiekosten, Personalkosten etc…), die nicht 1:1 an Kunden weiter gegeben werden können, Blumenautomaten positiv, fehlende Wertschätzung für florales Handwerk, politische Situation verunsichert die Menschen und branchenfremde Anbieter nehmen Marktanteile weg. Gerade bei Frage 10 können damit sehr unterschiedliche Einblicke in die Floristikbranche gewonnen werden – unabhängig vom überwiegend positiven Feedback für den diesjährigen Valentinstag 2025.

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