Green Cities Europe Award 2025: Belgien zum Gewinner gekürt

Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie auf der IPM Essen 2026 wurde der Gewinner des Green Cities Europe Award 2025 bekannt gegeben.

Das Gewinnerprojekt Zuidpark in Antwerpen. Bild: © Isabelle Pateer.

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Belgien erhielt die prestigeträchtige Auszeichnung für sein Zuidpark-Projekt in Antwerpen, eine ehrgeizige Stadtsanierung, bei der ein ehemaliger Parkplatz und Veranstaltungsgelände in mehr als acht Hektar klimaresistente Grünfläche umgewandelt wird. Frankreich (Parc des Ateliers) und Polen (Burza: Action Park mit dem Warschauer Aufstandsdenkmal) belegten den zweiten bzw. dritten Platz.

Das Gewinnerprojekt

Die Jury lobte das Zuidpark-Projekt für seinen Umfang, seinen Ehrgeiz und seine Multifunktionalität. Durch die Verlegung des Parkplatzes in den Untergrund gewinnt das Projekt wertvolle Fläche für Grünflächen und öffentliches Leben zurück und stellt gleichzeitig die historische Hafenstruktur des Geländes wieder her. Der Park verbindet Kulturerbe, Ökologie und soziale Nutzung und bietet vielfältige Atmosphären und Räume, die den Bewohnern aller Altersgruppen dienen. Nach Ansicht der Jury ist der Zuidpark ein starkes und zukunftsweisendes Beispiel dafür, wie Städte hochwertige Grünflächen schaffen und gleichzeitig den klimatischen Herausforderungen begegnen können. Das Projekt zeichnet sich durch seinen ökologischen Wert, sein schwammbasiertes Wassermanagement, seine Ökosystemleistungen und sein Potenzial aus, ähnliche Umgestaltungen in ganz Europa anzuregen. 

„Nachdem wir 10 Jahre lang an dem Projekt gearbeitet haben, ist es wunderbar zu sehen, dass die Bewohner einen neuen Park in ihr Leben aufgenommen haben“, so Jeroen Pasman, Projektleiter bei AG Vespa.

Zweiter Platz: Frankreich – Parc des Ateliers, Arles

Frankreich wurde für den Parc des Ateliers mit dem zweiten Platz ausgezeichnet, einer eindrucksvollen Umwandlung eines ehemaligen Industriegeländes in eine widerstandsfähige mediterrane Landschaft. Das Projekt integriert Architektur, Topografie und klimagerechte Bepflanzung, um natürliche Mikroklimata zu schaffen und Hitzestress zu reduzieren. Mit seinem autonomen Wassersystem und seiner starken Biodiversität dient der Park als Referenz für ökologische Stadtgestaltung.

Dritter Platz: Polen – „Burza“ Action Park & Warschauer Aufstandsdenkmal, Warschau

Polen erhielt den dritten Platz für ein Projekt, das auf einzigartige Weise Erinnerung, Ökologie und Alltagsnutzung miteinander verbindet. Der „Burza“ Action Park und das angrenzende Warschauer Aufstandsdenkmal bilden ein lebendiges Denkmal, in dem Geschichte, Erholung und Biodiversität koexistieren. Die Jury hob die starke Nutzung einheimischer Vegetation, die Erhaltung bestehender Waldflächen und die positiven Auswirkungen des Projekts auf das Wohlbefinden, die Klimaresilienz und die Barrierefreiheit hervor.

Acht inspirierende europäische Projekte

Der jährlich verliehene Preis wird von der European Nurserystock Association (ENA) und der Kampagne „Green Cities Europe” organisiert und würdigt herausragende europäische Projekte, die zeigen, wie Grünflächen die Klimaresilienz, die Biodiversität und die Lebensqualität in städtischen Umgebungen verbessern können.
Der diesjährige Wettbewerb brachte acht nationale Projekte zusammen, die jeweils einen unterschiedlichen Ansatz zur Stadtbegrünung widerspiegeln:
• Belgien – Zuidpark (Antwerpen)
• Bulgarien – Gärten der Welt (Pazardzhik)
• Frankreich – Parc des Ateliers (Arles)
• Deutschland – Natürliche PikoParks (Berlin)
• Ungarn – Dráva-Park (Budapest)
• Niederlande – Working Together / „Samen aan de Slag” (Leiden)
• Polen – „Burza” Action Park (Warschau)
• Schweden – Piet Oudolf Garden (Värnamo)

Zusammen zeigen die Projekte die vielfältigen Möglichkeiten, wie Grünflächen in Städte integriert werden können. Von großflächigen Parks und postindustriellen Umgestaltungen bis hin zu kleinen, gemeinschaftsorientierten und leicht reproduzierbaren Initiativen.

Jury und Bewertung

Eine unabhängige internationale Jury bewertete die Projekte anhand von Kriterien wie Qualität und Quantität der Begrünung, Design, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen, Innovation, Materialverwendung und Reproduzierbarkeit. Die Jury hob die insgesamt hohe Qualität der Einreichungen und die gemeinsame Anerkennung naturbasierter Lösungen als wesentlich für das moderne städtische Leben hervor.

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