Spanien: 20.000 Tonnen Steinobst erleiden Frostschäden

In der Region Valencia sind vor allem Obstbäume, Mandeln und Zitrusfrüchte betroffen.

Die Steinobsternte könnte in Spanien geringer ausfallen.

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Die starken Fröste der letzten Wochen haben in Murcia und der Region Valencia zu Schäden geführt. Die Temperaturen sind auf bis zu 6 Grad Celsius unter Null gefallen, was vor allem bei den extra frühen Steinobstkulturen zu Buche schlägt. Obwohl eine offizielle Bewertung noch aussteht, geht der Verband der Obstproduzenten und -exporteure von Murcia (Apoexpa) davon aus, dass etwa 20.000 Tonnen verloren gegangen sein könnten.

Nach einer ersten Evaluierung versicherte auch der Stadtrat für Wasser, Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, Francisco Jódar, dass die Schäden möglicherweise zu einem Verlust von rund 25 Mio. Euro führen werden, davon allein 12 Mio. Euro in Cieza.

"Der Frost hat bestimmte Produktionsgebiete von Murcia getroffen, wobei die meisten davon die von Calasparra und Cieza sind. Offizielle Zahlen liegen uns noch nicht vor, aber wir schätzen, dass etwa 20.000 Tonnen verloren gegangen sein könnten, vor allem extra frühe Nektarinen, die bereits in Blüte standen", sagt Joaquín Gómez, Präsident von Apoexpa. "Glücklicherweise wurden diese Gebiete einer großen Sortenumstellung auf weniger frühe Sorten unterzogen, was die Auswirkungen des Frostes stark abgeschwächt hat", sagte er.

"Es sind erhebliche Schäden entstanden, auch wenn sie die gesamte Steinobstproduktion Murcias, die sich auf über 400.000 Tonnen beläuft, nicht stark beeinträchtigt wird. In der nächsten Saison wird es daher zu keinem Zeitpunkt an Obst mangeln", sagt Joaquín Gómez, der hinzufügt, dass die Ernte mengenmäßig ähnlich wie im letzten Jahr ausfallen wird, mit einer sehr bemerkenswerten Qualität dank der vielen Stunden Kälte im Dezember und Januar.

In Italien waren die Schäden erheblich größer, wobei etwa 70% der Frühen Früchtbäume in Apulien und Kampanien, deren Bäume bereits blühten, betroffen waren. Dies könnte bedeuten, dass ab Juni weniger Druck auf spanische Früchte ausgeübt wird.

Auch wenn in den nächsten Wochen noch ein gewisses Frostrisiko besteht, werden die zu diesem Zeitpunkt registrierten und für den Rest der Woche erwarteten Niederschläge dazu beitragen, diesen zu reduzieren. Glücklicherweise sind die meisten von Frost betroffenen Produzenten in Murcia versichert.

Obstbäume, Mandeln und Zitrusfrüchte betroffen in der Region Valencia

Nach Angaben der Unió de Llauradors haben Fröste bei einigen Kulturen Schäden verursacht, wie z.B. bei Mandeln, Obstbäumen, einigen Gemüsesorten und in geringerem Maße bei Zitrusfrüchten.

Die frühesten Steinobstsorten, vor allem Pfirsiche und Nektarinen, sind vor allem in den Regionen La Ribera und Vall d'Albaida betroffen. Bei Gemüse sind Artischocken die am stärksten betroffene Kulturpflanze, da der Frost ihre Oberfläche verdunkelt und ihren Handelswert verschlechtert. Das Gebiet der Herkunftsbezeichnung Benicarló wurde am vergangenen Freitag von Frost heimgesucht. Die Temperaturen fielen auf -1,5 Grad Celsius, was die Ernte verdirbt und das Produktionsvolumen verringert.

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