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Schweiz: Äpfel-Rekordmenge am Lager
Weil die Apfelernte in diesem Jahr besonders groß ist, rief der Schweizerische Obstverband die Produzenten bereits im August 2009 dazu auf, nebst den nicht marktkonformen Äpfeln rund ein Drittel der hängenden Ernte verarbeiten zu lassen. Die Lagerbestanderhebung per Ende Oktober zeigt, dass der Aufruf nicht überall befolgt wurde.
Die aktuellen Vorräte an Tafeläpfeln liegen mit 68.806 Tonnen gut 7.400 Tonnen über dem Bestand des Vorjahres. Die Branche rechnet damit, dass der angestrebte Ziellagerbestand von 57.000 Tonnen per Ende November um rund 7.300 Tonnen überschritten wird, wie es im Lagerkommentar des SOV und des Handelsverbandes Swisscofel heisst.
Damit wird auch das Preisbildungskonzept, auf das sich die Branche geeinigt hat, ausgehebelt. Dieses bezieht sich nämlich auf eine Menge, die 60.000 Tonnen nicht übersteigen soll. Das zuständige Gremium, das Produktionszenturm Kernobst werde deshalb am 10. November weitere Maßnahmen "suchen und finden müssen, um das Angebot und die Preise an die Aufnahmefähigkeit des Marktes anzupassen" , heißt es weiter.
Besonders viele Äpfel liegen von den Sorten Gala, Braeburn und von den Premiumsorten (Rubens, Pink Lady, Jazz und andere) am Lager. Stabil geblieben ist das Angebot an Golden Delicious, Maigold und Rubinette.
Für Marc Wermelinger, Geschäftsführer von Swisscofel sind die hohen Lagerbestände nicht nur negativ: Wenn das Preisniveau im Verkauf sinke, könne das Preisimage der Äpfel verbessert werden, wird er im "Schweizer Bauer" zitiert. "Vor allem Familien und preissensible Konsumenten werden das zu schätzen wissen." (lid)

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