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Schädlinge im Garten erkennen und nachhaltig bekämpfen: Tipps für Hobbygärtner
Bei der Bekämpfung sollten natürliche Mittel verwendet werden, um das ökologische Gleichgewicht nicht zu stören.
Das Wichtigste in Kürze:
- Schädlinge können in jedem Garten vorkommen
- Sie sollten richtig erkannt und bekämpft werden
- Natürliche Methoden eignen sich besser als chemische Mittel
- Bei einem extremen Befall sollte professionelle Hilfe gesucht werden
Schädlinge erkennen: So geht’s ganz einfach
Ein Schädlingsbefall macht sich auf ganz unterschiedliche Weise bemerkbar. Meist wird dabei nicht das Tier selbst gefunden, sondern die Ursache anhand der Schadbilder ermittelt. Zu den typischen Veränderungen an den Pflanzen zählen:
Die Blätter verändern sich
Ein Befall wird in erster Linie an den Blättern sichtbar, die sich in ihrer Form oder Farbe verändern. Die Blätter können unter anderem Löcher oder angefressene Ränder aufweisen. Zusätzlich können sie je nach Befall eingerollt sein oder sich verfärben.
Beläge auf den Pflanzen
Ein weiteres Anzeichen sind Beläge auf Blättern und Pflanzen. Es könnte sich unter anderem um einen klebrigen oder schwarzen Film handeln, der hinterlassen wurde.
Tiere, Eier oder Larven
Die meisten Tiere verstecken sich auf der Unterseite der Pflanzen, die aus diesem Grund oft kontrolliert werden sollten. Zusätzlich legen Schädlinge dort auch gerne ihre Eier und Larven ab.
Schäden an Wurzeln
Sind keine sichtbaren Schädlinge vorhanden und die Pflanzen welken trotz ausreichender Wasserzufuhr, könnte es sich um einen Befall an den Wurzeln handeln.
Mit diesen Schädlingen sollte im Garten gerechnet werden
Leider ist kein Garten sicher vor Schädlingen, da sie zum Ökosystem gehören. Man kann ihnen jedoch vorbeugen und sie mit den richtigen Mitteln loswerden. Zu den häufigsten Schädlingen im Garten gehören:
- Blattläuse:
Blattläuse treten meist in großen Scharen auf, da sie sich extrem schnell vermehren können. Sie siedeln sich besonders gerne an jungen Trieben an und fördern einen Ameisenbefall. Sichtbar werden sie am klebrigen Belag und an angefressenen Blättern.
- Nacktschnecken:
Nacktschnecken verstecken sich gerne an schattigen und feuchten Orten. Erkennbar werden sie durch die großen Löcher, die sie in Salaten, Erdbeeren und Blumen mit weichen Blättern hinterlassen.
- Weiße Fliegen:
Weiße Fliegen ähneln von der Form her Motten und hinterlassen einen klebrigen Belag auf den Blättern. Bei Berührung der Pflanze fliegen sie in Schwärmen nach oben. Sie befallen besonders häufig Gemüsesorten wie Kohl, Tomaten oder Gurken.
- Trauermücken:
Trauermücken befallen nicht nur Zimmerpflanzen, sondern können sich auch im Garten ausbreiten. Sie siedeln sich in der Erde an und fliegen beim Gießen auf. Sichtbar wird ein Befall durch gelbe Blätter und ein gehemmtes Wachstum der Pflanze.
- Erdflöhe:
Erdflöhe beißen unglaublich viele kleine Löcher in die Blätter, vor allem bei jungen Pflanzen. Die Käfer leben in der Erde, sind schwarz glänzend und springen bei Berührung sofort weg.
- Spinnmilben:
Spinnmilben bilden feine Gespinste auf den Pflanzen und fügen den Blättern Schaden durch helle Punkte zu. Sie bevorzugen trockene und warme Standorte.
- Dickmaulrüssler:
Dieser Schädling der Käfergattung hinterlässt U-förmige Fressspuren auf den Blättern und die Larven können die Wurzeln angreifen. Sie befallen vor allem Pflanzen mit immergrünen Laub wie Azaleen, Rosen oder Kirschlorbeer.
So können Schädlinge nachhaltig bekämpft werden
Eine natürliche Schädlingsbekämpfung ist in jedem Fall ratsam, um das ökologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten und Nützlingen im Garten nicht zu schaden. Chemische Mittel hinterlassen giftige Rückstände in der Erde, die sogar das Grundwasser verunreinigen können. Die Methoden der natürlichen Schädlingsbekämpfung sind weit gestreut und können entweder einzeln oder in Kombination angewendet werden.
Ansiedlung von Nützlingen fördern
Zu den Nützlingen im Garten zählen unter anderem Vögel, Igel und Marienkäfer, da sie Schädlinge fressen. Nützlinge werden durch die natürliche Gestaltung des Gartens und viele Rückzugsorte angelockt. Steinmauern, Hecken und Totholzstapel helfen dabei, einen Unterschlupf für die Tiere zu bieten.
Hausmittel gegen Schädlinge
Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die sich als effektiv gegen die Bekämpfung von Schädlingen erwiesen haben. Gegen Läuse werden häufig Seifenlaugen oder Brennesseljauchen eingesetzt, gegen Ameisen hilft ein getrockneter Kaffeesatz und Milch hilft gegen Mehltau.
Monokultur vermeiden
Monokulturen locken Schädlinge an und begünstigen deren Ausbreitung. Mischkulturen hingegen reduzieren den Befall und verbessern den Boden. So können Flachwurzler mit Tiefwurzlern kombiniert werden, um die Nährstoffaufnahme zu steigern. Ebenfalls wird durch eine Mischung wie Möhren mit Zwiebeln eine Besiedlung verhindert, da Schädlinge Zwiebeln meiden.
Mechanische Maßnahmen
Zu den mechanischen Methoden zählen das Absammeln der Schädlinge und die Nutzung von Fallen. Schnecken oder Raupen lassen sich relativ gut durch Hand entfernen, während Läuse durch das Abspritzen mit Wasser verscheucht werden können. Barrieren um Beete und Bäume eignen sich ebenfalls, um einen Befall zu verhindern. Im Baumarkt oder Gartencenter gibt es eine Reihe von Fallen, wie Gelbtafeln, Lichtfallen und Pheromonfallen, die ebenfalls genutzt werden können.
Wann wird professionelle Hilfe nötig?
Professionelle Hilfe wird dann nötig, wenn der Schädlingsbefall nicht mehr mit natürlichen Methoden eingedämmt werden kann und ein Gesundheitsrisiko besteht. Gerade wenn ganze Ernten bedroht sind oder Plagen hartnäckig immer wiederkehren, ist fachmännische Expertise entscheidend.
So identifiziert und bekämpft beispielsweise ein Kammerjäger aus Bremen die Schädlinge zunächst eindeutig, um im Anschluss die passenden Maßnahmen einzuleiten, die das Problem auch langfristig und sicher lösen.
Schädlingsbefall im Garten
Schädlinge können in jedem Garten vorkommen und Pflanzen in unterschiedlichem Ausmaß Schaden zufügen. Zur Bekämpfung von Schädlingen sind eine genaue Identifikation und der Einsatz von umweltfreundlichen Methoden nötig. Mischkulturen helfen bei der Vorbeugung von Schädlingen im Garten. Bei einem massiven Befall sollte professionelle Hilfe gesucht werden.
FAQ
Warum treten Schädlinge in Massen auf?
Für ein massenhaftes Auftreten von Schädlingen gibt es mehrere Gründe: Zu warmes und trockenes Wetter, zu viel Dünger und geschwächte Pflanzen.
Wann sollte man eingreifen?
Sobald die Schädlinge den Pflanzen schlimmen Schaden zufügen und sich schnell ausbreiten, sollte reagiert und gehandelt werden.
Übertragen Schädlinge Krankheiten?
Leider können Schädlinge wie zum Beispiel Blattläuse Pflanzenkrankheiten übertragen. Pilze können Kraut- und Braunfäule verursachen.
Sollten chemische Mittel verwendet werden?
Chemische Mittel sollten am besten nur von professionellen Fachkräften verwendet werden. Die Gefahr, dass solche Mittel falsch dosiert werden und das ökologische Gleichgewicht stören, ist zu hoch. In den meisten Fällen reicht eine Behandlung mit natürlichen Mitteln.

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