Rheinland-Pfalz: Erhalt der Artenvielfalt als gesellschaftliche Aufgabe

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. Hartelt und Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner fordern breites Engagement beim Erhalt der Artenvielfalt.

BWV-Präsident Hartelt und BMin Klöckner fordern breites Engagement. Bild: GABOT.

Anzeige

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V. (BWV), Eberhard Hartelt, sieht im Artenschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der jede Branche, aber auch jeder einzelne Bürger aufgerufen ist, etwas zur Lösung beizutragen. Bei der Auftaktveranstaltung zur Aktion #hummelwellness der Landjugend Rheinhessen-Pfalz am 11. Juni 2019 auf dem Mainzer Gutenbergplatz betonte er die bereits großen Anstrengungen des landwirtschaftlichen Berufsstandes im Land: „Wir setzen schon viele Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt erfolgreich um und wollen in Zukunft auch noch mehr tun. Aber wir können das nicht alleine schaffen, denn wir sind auch nicht alleine verantwortlich.“

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die als Schirmherrin der Aktion zu Gast war, betonte: „Beim Schutz und Erhalt der Artenvielfalt ist auch, aber nicht nur die Landwirtschaft gefragt. Die Landjugend zeigt mit ihrer kreativen Aktion: Jeder kann einen Beitrag leisten, denn wo nichts blüht, dort gibt es auch keine Insekten und für die Bienen nichts zu sammeln. Biodiversität fängt vor der eigenen Haustür an – Steingärten etwa sind dazu kein Beitrag. Mit meinem Ministerium sensibilisiere ich dafür. In Kooperation mit 500 Bau- und Gartencentern informieren wir Verbraucherinnen und Verbraucher mit unserer Aktion ´Bienen füttern‘ dafür, welche Pflanzen sich als `Bienenbuffet` eignen. Kurzum, viele Bereiche und Branchen, wir alle können unseren Beitrag leisten.“

Bei der Aktion #hummelwellness verteilt die Landjugend Rheinhessen Pfalz insgesamt 70 Blühkisten in Mainz an Unternehmen, Schulen und Kindergärten, die sich als Paten um die kleinen Insektenparadiese kümmern. Sie dienen zum einen direkt als Nahrungsquelle für Hummeln & Co. und sollen zum anderen darauf aufmerksam machen, dass jeder Einzelne etwas zur Biodiversität beitragen kann. Zusätzlich werden an den Kisten Landwirte und Winzer auf Schildern vorgestellt, die Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt umsetzen.

Dem Vorsitzenden der Landjugend Rheinhessen Pfalz, David Spies, ist es wichtig, dass die junge Generation mit der Aktion im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennt und zeigt, dass ihr das Thema Artenschutz wichtig ist. Trotzdem dürfe nicht vergessen werden, dass die Hauptaufgabe der Betriebe nach wie vor die Produktion von hochwertigen, sicheren und gesunden Lebensmitteln ist. Diese Leistung sollte die Gesellschaft anerkennen. Auch der BWV-Präsident warnte davor, die Erzeugung von Nahrungsmitteln nur noch als Nebentätigkeit der Landwirtschaft anzusehen: „Wir dürfen den Bogen nicht überspannen, sonst nehmen wir dem hervorragend ausgebildeten Nachwuchs die Perspektive und Motivation für die Fortführung der Betriebe“, so Hartelt. (bwv)

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.