Rheinischer Schnittlauch: Würzkraut für jeden Geschmack

Schnittlauch zählt zu den bekanntesten Küchenkräutern überhaupt, bringt Würze in nahezu jedes Gericht und vertreibt mit seiner zwiebeligen Frische auch die letzte Frühjahrsmüdigkeit, meint der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn.

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Schnittlauch zählt zu den bekanntesten Küchenkräutern überhaupt, bringt Würze in nahezu jedes Gericht und vertreibt mit seiner zwiebeligen Frische auch die letzte Frühjahrsmüdigkeit, meint der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn.

Die zarten Halme des mehrjährigen Lauches werden nicht nur im Topf im Unterglasanbau kultiviert, sondern wachsen auch im Freiland. Bis zu fünfmal im Jahr wird der Schnittlauch dann geerntet und gebündelt angeboten. Ab November werden die Pflanzen gerodet, in Kühlhäusern eingelagert und in Gewächshäusern angetrieben, sodass rheinischer Schnittlauch ganzjährig verfügbar ist.

Wer Schnittlauch im eigenen Kräutergarten sprießen lässt, kann schon jetzt die Blätter des Lauches etwa 2 cm über dem Boden abschneiden und ernten. Topfkräuter sollten zunächst noch auf der Fensterbank stehen und wegen der Frostgefahr erst nach den Eisheiligen ab Mitte Mai ausgepflanzt werden. Mit seinem Duft vertreibt Schnittlauch sogar Schädlinge und ziert mit violetten Blüten dekorativ jedes Beet. Die Blütenstängel sind jedoch holzig und sollten nicht mitverzehrt werden.

Nur bei frischer Verwendung entfaltet Schnittlauch seinen milden Zwiebelgeschmack. Daher sollte er schonend mit einer Schere oder einem scharfen Messer in Röllchen geschnitten, nicht mitgegart, sondern erst kurz vor dem Servieren der Gerichte hinzugefügt werden. Der feine Lauch ist vielseitig einsetzbar und verleiht Quark, Dips und Salatdressings die nötige Würze. Aber auch herzhafte Pfannkuchen, Quiches und Kräuter-Pestos können mit Schnittlauch verfeinert werden. Die Röllchen eignen sich auch hervorragend zum Garnieren. Gemüsepäckchen können mit den ganzen, blanchierten Halmen kunstvoll zugeschnürt werden.

Fallen größere Mengen Schnittlauch an, kann dieser auch eingefroren und bei Bedarf portionsweise gefroren zu den Speisen zugegeben werden. Die grünen Halme passen nicht nur zu vielen schmackhaften Gerichten, sondern sind außerdem noch reich an Vitamin C, B2 und für den Körper gut aufnehmbarem Eisen. Wie alle Laucharten wirkt Schnittlauch antibakteriell, harntreibend und fördert die Verdauung. Saponinen, das sind sekundäre Pflanzenstoffe im Schnittlauch, wird eine schleimlösende und Cholesterinwerte senkende Wirkung zugeschrieben. (rlv)

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