Red Sea Farms: 1,9 Mio. Dollar Investition abgeschlossen

Red Sea Farms, ein landwirtschaftliches Technologie-spin-out-Unternehmen der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST), das sich auf Salzwasser-Gewächshaustechnologie spezialisiert hat, hat sich 1,9 Mio. Dollar an Co-Investitionen vom KAUST Innovation Fund and Research Products Development Co. gesichert. (RPDC).

Ein 2.000 Quadratmeter großes Salzwasser-Gewächshaus soll auf dem KAUST-Campus in Saudi-Arabien gebaut werden und die Produktion von 50 Tonnen Tomaten pro Jahr ermöglichen. Bild: GABOT.

Red Sea Farms ist optimal positioniert, um die wachsenden Bedürfnisse der Ernährungssicherheit im Nahen Osten zu erfüllen. Eine Kombination aus Wasserknappheit und heißen, trockenen Böden ist ein ständiges Hindernis für die Fähigkeit der Region, die landwirtschaftliche Selbstversorgung zu erreichen. Für den Mitbegründer von Red Sea Farms und KAUST-Professor für Pflanzenwissenschaften, Mark Tester, war die Ernährungssicherheit schon immer ein zentraler Bestandteil seiner Forschung. "Der Mittlere Osten ist eine der wasserärmsten Regionen der Welt. Hier sind wir oft auf nicht nachhaltige Wasserquellen für die Bewässerung angewiesen, wie z.B. Grundwasser, das schnell erschöpft ist, oder entsalztes Wasser", sagt Tester. "Entsalztes Wasser benötigt große Mengen an Energie für die Herstellung, was kostspielig ist - mindestens 1 Dollar pro Kubikmeter - und eine hohe Umweltbelastung verursacht."

Mit seiner Kombination aus Ingenieur- und Pflanzenwissenschaften hat Red Sea Farms Lösungen entwickelt, um salzwassertolerante Kulturen in Gewächshäusern anzubauen, die mit Salzwasser gekühlt werden. In ihrem Salzwasser-Gewächshaus werden 80 bis 90% des Süßwassers durch Salzwasser ersetzt, was sowohl den Wasser- als auch den CO2-Fußabdruck der Lebensmittelproduktion massiv reduziert. Das Ergebnis ist ein System, bei dem sowohl der Frischwasser- als auch der Energiebedarf um das 10-fache reduziert werden. Die Seed-Investition ermöglicht es dem Unternehmen, ein 2.000 Quadratmeter großes Salzwasser-Gewächshaus auf dem KAUST-Campus in Saudi-Arabien zu bauen und Pläne zur Produktion von 50 Tonnen Tomaten pro Jahr bis 2020 zu realisieren. Aufbauend auf sechs Jahren Forschung bei KAUST haben die zu züchtenden Tomaten eine deutlich höhere Salzgehaltstoleranz. Die daraus resultierenden Pflanzen können mit bis zu 30% verdünntem Meerwasser angebaut werden, was weiteres Süßwasser spart und die Früchte außergewöhnlich süß macht, mit einem höheren Gehalt an Vitaminen und Antioxidantien.Das neue zum Patent angemeldete System kann in bestehenden Gewächshäusern nachgerüstet werden und ermöglicht eine Verdunstungskühlung mit Salzwasserressourcen, um kostbares Frischwasser zu sparen.

Das Unternehmen strebt an, 5% der Gewächshäuser im Königreich nachzurüsten, was den Landwirten in weniger als zwei Jahren einen Return on Investment bietet. "RPDC und KAUST haben ein gemeinsames Interesse an der Kommerzialisierung von geistigem Eigentum und der Unterstützung von High-Tech-Startups in Saudi-Arabien. Diese Investition ist ein leuchtendes Beispiel für den Übergang der akademischen Forschung von KAUST zur kommerziellen Anwendung, mit dem Potenzial, die Zukunft der Lebensmittelproduktion in Saudi-Arabien und der Region zu revolutionieren", sagte Kevin Cullen, Vice President von KAUST Innovation and Economic Development."RPDC hat eine starke Erfolgsbilanz bei der Markteinführung von Technologien in Saudi-Arabien und freut sich darauf, Red Sea Farms bei der Skalierung zu unterstützen", sagte Abdulmohsen Almajnouni, RPDC CEO. "Red Sea Farms wird diese Investition nutzen, um ihre Salzwasser-Treibhaus-Kühltechnologie im Königreich zu erproben. Es wird ihnen auch ermöglichen, ihre Produktion der Salzwassertomaten zu steigern."

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