Raupennester an Bäumen: Die LLG Sachsen-Anhalt informiert

Beim Spaziergang im Herbst nach dem Laubfall werden sie entlang von Straßen sichtbar - zusammengesponnene Blätter an den Triebspitzen von Laubbäumen. Diese Nester schimmern in der Sonne glänzend-silbern.

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Beim Spaziergang im Herbst nach dem Laubfall werden sie entlang von Straßen sichtbar - zusammengesponnene Blätter an den Triebspitzen von Laubbäumen. Diese Nester schimmern in der Sonne glänzend-silbern.

So mancher stellt sich beim Betrachten die Frage, worum es sich hierbei handelt und ob man gegen diese Gespinste etwas tun kann.

Diese Gespinste werden auch als Raupennester bezeichnet. In ihnen überwintern die Raupen des Goldafters. Mit Beginn des Laubaustriebes im Frühjahr verlassen die Raupen die Gespinste und beginnen zu fressen.

Mit zunehmender Raupengröße wird der Fraß stärker, so dass nur noch mit feinen Gespinstfäden überzogene Blattstiele zu finden sind. Im Extremfall kann es bis zum Kahlfraß an den Bäumen kommen.

Ab Ende Juni verpuppen sich die Raupen zwischen Astgabeln, Rindenrissen oder am Boden in einem schmutzig gelben bis grauen Kokon. Nach ca. 2 Wochen schlüpft ein schneeweißer Falter. Die Falter legen ab Mitte Juli ihre Eier haufenweise auf den Blättern ab. Aus den Eiern schlüpfen ab Mitte August schwarzgraue, behaarte Raupen, um sich an den Triebenden ein Gespinst zum Schutz vor Witterungseinflüssen anzufertigen. Bei sonnigem Wetter verlassen die Räupchen das Gespinst, um in der Umgebung gesellig die Blätter zu benagen. In der Regel richten die Raupen im Herbst keinen großen wirtschaftlichen Schaden an. Treten allerdings im August längere Schönwetterphasen auf, kann es zu Kahlfraß kommen. Eine chemische Bekämpfung des Goldafters an Straßenbäumen ist schwer umzusetzen.

Deshalb ist, um einen Kahlfraß im nächsten Frühjahr zu verhindern, die wirkungsvollste, umweltschonendste und billigste Bekämpfung des Goldafters das Herausschneiden und Verbrennen der Raupennester während der Wintermonate bis spätestens März. Beim Schnitt sollte entsprechende Schutzausrüstung getragen werden, da der Kontakt mit Raupenhaaren zu Hautreizungen und Allergien führen kann.

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