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Porto Tolle: Solarstrom vom Gewächshausdach
Wie andere Energieversorger in der Schweiz baut auch Energie Wasser Bern die Stromproduktion auf erneuerbare Energien um. Dabei wird sowohl im In- wie auch im Ausland investiert und produziert. Seit August 2011 hat die erste italienische Solaranlage von Energie Wasser Bern (ewb) auf einem Gewächshaus in Porto Tolle, Norditalien, über 300MWh Solarstrom produziert und über 250 Haushalte versorgt. Die Dachanlagen auf Treibhäusern und landwirtschaftlichen Dächern sparen Agrarland und sind dank einer speziellen Qualitätssicherung noch nachhaltiger. "Bis 2039 wird Energie Wasser Bern die gesamte Energieproduktion ohne Atomkraftwerke bereitstellen" sagt Fabian Baerlocher, Leiter Produktionsportfolio Energie bei Energie Wasser Bern. "RES s.r.l. verfolgt die gleichen Nachhaltigkeitsziele wie Energie Wasser Bern. Gemeinsam sind weitere Anlagen geplant." "Die Solar-Anlage erwirtschaftet dabei eine attraktive Rendite", meint Florian Frank von RES. RES arbeitet inzwischen auch mit weiteren Schweizer Energieversorgern an der Planung von Anlagen zwischen 1 bis 5 MW und mit einem Investitionsvolumen von bis zu 12 Mio. Euro. Dabei erhalten die Investoren einen hohen Grad an Mitsprache bei der Umsetzung.
Nachhaltig für Umwelt und Wirtschaft
In Zusammenarbeit mit Pierre Strub von Strafin Innovationen AG werden zusätzliche ökologische und soziale Leistungen erbracht: "Nachhaltigkeit ist mehr als erneuerbare Energie. In Porto Tolle wird eng mit lokalen Behörden, Gewerbetreibenden sowie Bauern zusammengearbeitet, das unterstützt die lokale Wirtschaft und erhöht die soziale Akzeptanz. Außerdem wurden die Lieferanten der Solarkomponenten auf ihre Nachhaltigkeit geprüft." Die Anlage liegt im Fluss-Delta des Po nahe Venedig, ein wirtschaftlich schwaches Gebiet. Beim Bau der Anlage erfolgten mehr als 50% der Wertschöpfung in dieser Region. Die Anlage erstreckt sich über 16 Dächer von Gewächshäusern. Angebaut werden darin Spargel, Salat, Blumen, Baldrian und Weiteres, drei Gewächshäuser werden von einem Forschungsinstitut genutzt.
Solarstrompreis schon 2014 auf konkurrenzfähigem Niveau
Bis heute sind Photovoltaikanlagen mit insgesamt über 11 GW Leistung ans nationale italienische Stromnetz angeschlossen. Italien ist damit der zweitgrößte Solarmarkt Europas. In Kombination mit dem starken Preisverfall bei den Solarkomponenten wird erwartet, dass Italien bereits 2014 die Netzparität (grid parity) erreichen wird. Das heisst, es kann dann günstiger sein, mit Photovoltaik den eigenen Strom zu produzieren, als ihn über den Stromanbieter einzukaufen. Da sich die Investitionskosten von Photovoltaik Anlagen zurzeit noch auf einem recht hohen Niveau befinden, sind Investoren auf die staatliche Einspeisevergütung angewiesen. Die jährliche Anpassung des Strompreises kann für Investoren ein Inflationsschutz ergeben. Als zusätzliche Sicherheit für die Investoren beteiligt sich RES auf Wunsch an den Anlagen und übernimmt die Wartung über 20 Jahre. (ewb)

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