Paprika: Vitamine en masse

Die farbige Paprika ist ein kleines Wunder. Sie stärkt unser Immunsystem mit reichlich Vitaminen und Mineralstoffen. Doch nicht alle Paprikas geben uns gleich viel Nährstoffe.

Paprika entzündungshemmend und durchblutungsfördern, sondern ist auch gut für die Haut. Bild: GABOT.

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Das beliebte Grillgemüse Paprika ist eigentlich gar kein Gemüse – zumindest botanisch gesehen. Bei der Paprika handelt es sich um eine Trockenbeere, also um eine Frucht. Zu den Beeren gehört sie, weil die Paprika aus einem Fruchtknoten wächst und nach der Ernte eine saftige Fruchtwand besitzt. Da die Paprika aber eine einjährige Pflanze ist, zählt sie laut Lebensmitteldefinition zum Fruchtgemüse.

Breite Farbpalette

Die Farbpalette der Paprika reicht von Grün, Gelb und Orange bis zu Rot. Die unterschiedlichen Farben entwickeln sich während des Reifeprozesses. Jede Sorte startet mit der Farbe Grün, denn jede unreife Paprika hat aufgrund des hohen Chlorophyllgehaltes eine grüne Farbe. Während des Reifungsprozesses baut das Gemüse dieses Chlorophyll ab. Zusätzlich enthält es je nach Sorte unterschiedlich viel Carotinoide, welche die endgültige Farbe der Paprika ausmachen. Carotinoide sind fettlösliche Pigmente. Ist eine Paprika gelb, weist das auf einen niedrigen Gehalt an Carotinoiden hin. Besitzt die Sorte mehr der Pigmente, entwickelt sich während der Reifung ein Farbprozess von Gelb zu Orange, bis sie schlussendlich Rot ist.

Je reifer desto gesünder

Die Paprika unterscheidet sich nicht nur in den Farben, sondern auch im Vitamin C-Gehalt. Bereits eine grüne Paprika liefert viel Vitamin C. Während des Reifungsprozesses wird dieser noch weiter gesteigert. Somit besitzt eine rote 100g Paprika einen Vitamin C-Gehalt von 140mg, während eine grüne Paprika „nur“ 115mg besitzt. Zum Vergleich: eine Orange hat einen Vitamin C-Gehalt von 48mg auf 100g. Die Paprika ist also eine regelrechte Vitamin C-Bombe, egal in welchem Farbkleid sie steckt.

2% aus der Schweiz

Im Jahr 2020 wurden insgesamt 45.750 Tonnen Paprika in der Schweiz verkauft. Davon stammten nur knapp 2% aus der Schweiz. Diese wachsen vor allem in Gewächshäusern. Das Fruchtgemüse mag es nämlich am liebsten warm, sonnig und windgeschützt. Hauptanbaugebiete sind deshalb vor allem Griechenland, die Türkei, Spanien, Israel, Ungarn und tropischere Gebieten wie Südamerika oder Afrika. (lid)

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