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Orchideen Klusmann: Rettung möglich
Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Bernd Sundermeier hält die Rettung der Klusmann-Gruppe nach den Insolvenzantragsverfahren über die Klusmann Blumenvertrieb GmbH, über Jan Klusmann als Inhaber des Gartenbaubetriebes Rudolf Klusmann und über die Orchideen Upschört KG für möglich.
Dr. Sundermeier, der bei 2 der 3 Insolvenzantragsverfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt ist, sieht gute Chancen für eine Rettung der Unternehmensgruppe, da ein guter Kontakt zu Kunden und Lieferanten bestehe. So liefen Produktion und Verkauf, aber auch der Pflanzeneinkauf wie gewohnt weiter; die Mitarbeiter erhielten derzeit, wie in einem solchen Fall üblich, Insolvenzgeld.
Mit einem Insolvenzplanverfahren will der Insolvenzverwalter den Orchideen-Spezialisten aus der Krise führen: Eine Restrukturierung der Unternehmen innerhalb der nächsten 12 Monate steht dabei im Vordergrund, eine Veränderung des Produktspektrums sowie eine verstärkte Konzentration auf den Standort in Upschört sind weitere Pfeiler dieses Planes.
Insolvenzverwalter Dr. Bernd Sundermeier geht von einer Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Juni 2010 aus – dann will er mit dem Rettungsplan ein Ende der drei eng miteinander verknüpften Unternehmen verhindern, wobei er im Gespräch mit GABOT betont, dass der Plan für alle Beteiligten Vorteile gegenüber einer Zerschlagung bieten müsse.
Jan Klusmann hatte im Jahr 2007 in Upschört mit hohem finanziellem Aufwand einen komplett neuen Betrieb „auf der grünen Wiese“ errichtet. Auf der 16.000 qm großen Gewächshausfläche werden mit hoher Automatisierung Orchideen vorkultiviert, die dann im Stammbetrieb in Westerstede zur Blüte gebracht und über die Blumenvertrieb GmbH vermarktet werden.
„Die große Investition wurde in den Abschwung hinein getätigt“, beschreibt Sundermeier die Ursache der Insolvenz; ein Verfall der Orchideen-Preise (GABOT berichtete) habe ein weiteres dazu beigetragen. Nach Verlusten im Jahr 2009 sei Jan Klusmann wie auch der Bank als Hauptgläubiger klar gewesen, dass es so nicht weitergehen könne. Das Antragsverfahren sei damit die logische Konsequenz der Entwicklung gewesen.

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