Österreich: Hohe Ausfälle aufgrund von Frost

Nach einer überdurchschnittlichen Ernte im Vorjahr fiel die Obstproduktion in Österreich frostbedingt unterdurchschnittlich aus: Mit 190.500 Tonnen lag die Erntemenge im Erwerbsobstbau laut Statistik Austria 10% unter dem Zehnjahresmittel und um ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau.

Ein Teil der Kernobstblüte wurde durch Frost zerstört. Bild: GABOT.

Anzeige

Bereits Apfelblüte geschädigt

In der Steiermark wurde ein Gutteil der Kernobstblüte durch Frost zerstört. Daher wurde bei Äpfeln, die mehr als 80% der gesamten Obsternte ausmachten, nur eine Produktionsmenge von 156.300 Tonnen (−18% zu 2022) erreicht – davon fast drei Viertel in der Steiermark. Bei Birnen wogen die Produktionsverluste aufgrund der früheren Blüte noch schwerer: Mit 6.600 Tonnen wurde ein Minus von 45% zum Vorjahr verzeichnet, damit lag die Erntemenge auch deutlich unter dem Zehnjahresmittel (−24%).

Schlechte Steinobsternte, hohe Beerenobstproduktion

Bei Marillen konnte, trotz teilweise hoher Erträge in Gunstlagen, lediglich eine Ernte von 3.800 Tonnen erzielt werden. Damit war die Erntemenge um 17% geringer als 2022 und lag 37% unter dem Zehnjahresmittel. 2.200 Tonnen Kirschen und Weichseln wurden heuer geerntet, um 16% weniger als im Vorjahr, aber um 11% mehr als im langjährigen Mittel. Die Zwetschkenernte blieb heuer mit 1.200 Tonnen stark unter dem Niveau des Vorjahres (−45%) und unter dem Zehnjahresmittel (−43%).

Die Erdbeerproduktion ging im Vergleich zur vorjährigen Rekordernte auf 14.600 Tonnen zurück (−14% zu 2022), war damit allerdings trotzdem noch überdurchschnittlich (+10% zum Zehnjahresmittel). Bei Ribiseln, die hauptsächlich aus steirischer Produktion kamen, war die Erntemenge mit 2 100 Tonnen deutlich geringer als 2022 (−39%). Die Heidelbeerernte erzielte 1.900 Tonnen (−6% zu 2022) und die Himbeerproduktion sank heuer auf 610 Tonnen (−12% zu 2022).

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.