Österreich: HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH vor Insolvenz

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass die HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH, FN38459h hat einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beim zuständigen Landesgericht Linz eingebracht.

Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung über das Vermögen der HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH.

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Das Verfahren wurde noch nicht eröffnet. Es wird demnächst mit einer Eröffnung des Verfahrens gerechnet.

Die HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH steht in Zusammenhang mit den deutschen Hellweg-Gesellschaften, über die in Deutschland ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde.

Insolvenzursachen

Das Unternehmen ist als Einzelunternehmen im Handel mit Bau- und Heimwerkerbedarf tätig und wurde im Jahr 1990 gegründet. Die Antragstellerin bietet ergänzend Fachberatung für Privat- und Profikunden an. Die Antragstellerin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Linz und betreibt Bau- und Gartenmärkte im Einzelhandel. Das Unternehmen betreibt in Österreich mehrere Filialen in den Bundesländern Salzburg, Steiermark und Oberösterreich. Aktuell ist HELLWEG mit sechs Filialen in Österreich  vertreten und beschäftigt dort rund 165 Mitarbeiter.

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf die anhaltende Krise des Do‑it‑yourself‑Marktes zurück. Insbesondere ein gesättigter Markt ohne nachhaltiges Wachstum, Lieferkettenprobleme, geopolitische Unsicherheiten, Kaufzurückhaltung der Konsumenten sowie steigende Kosten und Inflation hätten zu einer massiven wirtschaftlichen Belastung geführt. Zusätzlich hätten wetterbedingte Umsatzrückgänge sowie die konzernweite wirtschaftliche Entwicklung innerhalb der HELLWEG‑Gruppe zu einer Verschärfung der Liquiditätssituation beigetragen.

Außergerichtliche Sanierungsbemühungen hätten letztlich keinen nachhaltigen Erfolg gebracht.

Vermögenslage

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit eine Vielzahl von Gläubigern mit Gesamtforderungen von rund 23,8 Mio. Euro betroffen. Von diesen Verbindlichkeiten rund 7,94 Mio. Euro entfallen auf Kreditinstitute, rund 3,43 Mio. Euro auf Lieferanten und rund 3,08 Mio. Euro auf verbundene Unternehmen, sowie die restlichen 8,10 Mio. Euro auf sonstige Verbindlichkeiten.

Diesen Verbindlichkeiten sollen Aktiva in Höhe von rund 20,82 Mio. Euro an Buchwerten bzw. und  rund 7,42 Mio. Euro an Liquidationswerte gegenüberstehen. Das Unternehmen verfügt über Vermögenswerte, insbesondere Betriebsanlagen, Warenbestände sowie eine im Eigentum stehende Liegenschaft in Ried im Inkreis. Diese Aktivwerte sollen jedoch mit Sonderbefriedigungsrechten einiger Gläubiger behaftet sein.

Sanierungsplan

Es wurde von der Antragstellerin die Eröffnung eines Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Die Antragstellerin strebt sohin eine Unternehmensfortführung an und beabsichtigt, das Unternehmen zu sanieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten.

Sanierungsplanvorschlag

Es wird eine Quote von 30%, zahlbar innerhalb von 2 Jahren, angeboten. Die Finanzierung der Quote soll aus dem operativen Geschäft, Verwertungsmaßnahmen sowie durch einen möglichen Investor erfolgen. Dabei handelt es sich hinsichtlich der Quotenhöhe um das gesetzlich vorgesehene Mindestangebot.

Verfahrensdaten

Zum Zeitpunkt der vorliegenden Unterlagen liegt kein gerichtliches Eröffnungsedikt vor. Das Verfahren ist daher noch nicht eröffnet, und es sind keine Verfahrensdaten bekannt. Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden. (Quelle: AKV EUROPA - Alpenländischer Kreditorenverband)

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