NRW: 21 Mio. Euro Soforthilfen

Das NRW-Soforthilfeprogramm Corona für Kleinstunternehmerinnen, Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige wird auch von Landwirtschaft und Gartenbau benötigt.

Auch Betriebe im Gartenbau benötigen eine Soforthilfe. Bild: GABOT.

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Nach Stand 20. April 2020 wurden insgesamt 2.512 Zuschüsse aus Landwirtschaft und Gartenbau beantragt, von denen 1.977 Anträge mit einer Höhe von insgesamt rund 21 Mio. Euro bereits bewilligt wurden.Dabei entfielen auf die Größenklasse bis fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (9.000 Euro Soforthilfe) 1.647 Anträge mit einer Summe von 14.823.000 Euro; auf die Größenklasse bis zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (15.000 Euro Soforthilfe) 200 Anträge mit einer Summe von 3.000.000 Euro sowie auf die Größenklasse bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (25.000 Euro Soforthilfe) 130 Anträge mit einer Summe von 3.250.000 Euro.

Bezogen auf die Gesamtzahl von 31.200 Betrieben der Landwirtschaft und des Gartenbaus haben damit etwa 8% der Betriebe einen Antrag auf Soforthilfe gestellt.Die Betriebe des Gartenbaus in Nordrhein-Westfalen waren nach Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums besonders betroffen. Die Absatzwege im März und April waren teilweise massiv beeinträchtigt, so dass zum Beispiel im Schnittblumenbereich oder bei frühen Topfpflanzen größere Mengen Waren vernichtet werden mussten.

Auch landwirtschaftliche Betriebe mit Übernachtungs- und Dienstleistungsangeboten machten von den Soforthilfen Gebrauch. In einigen Betrieben mit Sonderkulturen konnten wegen ausbleibender oder verzögert anreisender Saisonarbeitskräfte Flächen nicht geerntet werden. Betriebe mit Verarbeitungskartoffeln (zum Beispiel für die Pommes-frites-Herstellung) verfügen über hohe Bestände nicht vermarktungsfähiger Ware, da die Gastronomie als Abnehmerin weitgehend ausgefallen ist.

Neben den Hilfen von Land und Bund stehen seit kurzer Zeit auch verbesserte Hilfsmöglichkeiten der Landwirtschaftlichen Rentenbank für Betriebe mit höherem Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Das Landwirtschaftsministerium wird die Situation in den Betrieben und auf den landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Märkten in den nächsten Wochen aufmerksam beobachten, um bei Bedarf weitere passgenaue Hilfen zur Verfügung stellen zu können. (MULNV)

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