NL: Rosenbetrieb nach Braunfäulebefall geschlossen

Ein holländischer Rosenbetrieb wurde Anfang der 15. Woche nach der Entdeckung des Bakteriums Ralstonia solanacearum (Braunfäule) geschlossen.

Schnittrosen im Anbau. Bild: GABOT.

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Nach dem Fund von Ralstonia solanacearum gilt das Räumen des Betriebes als sehr wahrscheinlich, genau wie im Jahr 2016, als der Quanatäne-Organismus dort gefunden wurde. Die Nederlandse Voedselen Warenautoriteit (NVWA) hatte das Unternehmen nach einer Kontrollperiode im Jahr 2017 für "Ralstonia-frei" erklärt.

Im Jahr 2016 wurde nach Untersuchungen des NVWA eine Infektion mit Ralstonia solanacearum bei fünfzehn Rosenbetrieben in den Niederlanden festgestellt. Pflanzen, die mit diesem Quarantäneorganismus kontaminiert sind, müssen gemäß der Phyto-Richtlinie 2000/29/EG vernichtet werden. Ein Eliminierungsszenario wurde auf die infizierten Betrieben durchgeführt und die NVWA hat diese Unternehmen in der Folge überwacht. Nur einer der fünfzehn Betriebe wurde nach dem Überwachungszeitraum als nicht frei befunden. Unter diesen freigesetzten Unternehmen befindet sich der Betrieb, der seit Anfang der Woche 15 im Auftrag der NVWA wieder gesperrt wurde. Die niederländische Lebensmittel- und Verbraucherschutzbehörde wird nur dann weitere Aussagen treffen, wenn das endgültige Ergebnis der Proben bekannt ist. "Daran arbeiten wir noch", so ein Sprecher.

Aufgrund der Ausbrüche von Ralstonia in 2015 und 2016 sind Züchter und Vermehrer von Schnittrosen sehr aufmerksam. Unter anderem hat die Anzahl der Proben und Tests während der Kultivierung und Produktion von Ausgangsmaterial erheblich zugenommen. Es gibt auch mehr vorbeugende Hygienemaßnahmen beim Anbau und Transport von Vermehrungsmaterial, da bisher alle Infektionen in Jungpflanzungen gefunden wurden. Die Quelle dieser Infektion wurde aber noch nicht gefunden.

Die betroffene Gärtnerei ist seit Anfang 2017 wieder in Produktion, nachdem die alten, kontaminierten Bestände geräumt und die gründliche Reinigung von Flächen und Geräten durchgeführt wurde. Der Anbau lief fast ein Jahr lang gut. Nach der Frostperiode Anfang 2018, als sich das Wetter änderte, ging das Wachstum jedoch plötzlich stark zurück. Der betroffene Gärtner war unsicher und ließ Labortests durchführen. Diese waren positiv auf Ralstonia und der Gärtner verpflichtet den Befall der NVWA zu melden. Diese hat jetzt den Betrieb geschlossen.

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