NL: Appell gegen Mehrwertsteuererhöhung

Royal FloraHolland hat gemeinsam mit anderen Vertretern der Zierpflanzenbranche einen eindringlichen Appell an die niederländische Regierung gerichtet, von der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Blumen, Pflanzen, Blumenzwiebeln und Baumschulprodukte von 9% auf 21% Abstand zu nehmen.

Vertreter der niederländischen Zierpflanzenbranche haben den Regierungsmitgliedern ihre Position dargestellt. Bild: Royal FloraHolland.

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Bei einem Treffen mit dem Staatssekretär für Finanzen, Eelco Eerenberg, und dem Staatssekretär für Landwirtschaft, Fischerei, Ernährungssicherheit und Natur, Silvio Erkens, machte die Branche deutlich, dass die Maßnahme nicht nur Unternehmer und Verbraucher betrifft, sondern auch der niederländischen Wirtschaft und der Beschäftigung schaden wird. Die geplante Steuererhöhung steht zudem im Widerspruch zu den Zielen der Regierung, die Ökologisierung voranzutreiben, Hitzestress zu reduzieren und die Artenvielfalt zu fördern. 

Anlass für das Treffen waren unter anderem die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Decisio. Diese zeigt, dass die Maßnahme deutlich weniger Steuereinnahmen generieren wird, als die Regierung erwartet, während der wirtschaftliche und soziale Schaden unverhältnismäßig groß ist. 

Die Mehrwertsteuererhöhung wird voraussichtlich zu einem Umsatzverlust von mehr als 800 Mio. Euro führen, Tausende von Arbeitsplätzen gefährden und die Wettbewerbsposition einer Branche schwächen, die über 65.000 Arbeitsplätze und einen Exportwert von mehr als 9 Mrd. Euro ausmacht. 

Durch eine erhebliche Verteuerung von Blumen, Pflanzen und Bäumen werden Verbraucher davon abgehalten, in ein grünes und farbenfrohes Wohnumfeld zu investieren. Blumen und Pflanzen vermitteln Emotionen und verleihen Momenten eine besondere Bedeutung. Dies muss für alle zugänglich und erschwinglich bleiben. 

Pieter Bootsma, CEO von Royal FloraHolland: „Wir haben der Regierung heute weitere Einblicke darin gegeben, warum diese Maßnahme grundlegend fehlerhaft ist. Die Mehrwertsteuererhöhung wird weniger Einnahmen generieren als angenommen, aber unverhältnismäßigen Schaden anrichten. Unternehmer, insbesondere Floristen, werden Umsatz einbüßen, Arbeitsplätze geraten unter Druck und Investitionen in grüne Umgebungen werden für Verbraucher teurer. Das ist ein schlechtes Ergebnis für die Niederlande. Die Fakten liegen auf der Hand. Wir fordern die Regierung daher auf, diese Maßnahme nicht zu ändern oder abzuschwächen, sondern sie vollständig zu streichen.“ 

Die Zierpflanzenbranche erwartet von der Regierung, dass sie die Ergebnisse der Studie und die weit verbreiteten Bedenken ernst nimmt. Erzeuger, Händler, Floristen und andere Partner der Lieferkette setzen sich weiterhin dafür ein, dass diese schädliche Maßnahme gestrichen wird. 

Im Namen von: dem Verband der Floristen und Einzelhändler (VBW), Royal Flora Holland, VGB, Tuinbranche Nederland, LTO, Royal Anthos, Koninklijke VHG, Glastuinbouw Nederland, Koninklijke CVAH, Plantion, KAVB und Florint.

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