Weihnachtsbäume: Schön, aber etwas teurer

Mit allenfalls leichten Schäden sind die Weihnachtsbaumkulturen in Deutschland und Österreich durchs erste Halbjahr gekommen, meldet die Interessengemeinschaft der Jungweihnachtsbaumanbauer (IGW).

Eine Frostberegnung legt bei Minustemperaturen einen schützenden Eispanzer um die jungen Triebe und schützt sie so in Spätfrostnächten im Mai und Juni vor Erfrierungen. Foto: Uwe Klug, Christbaum Klug, Mittelsinn.

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„Die Bäume stehen momentan in sehr guter Qualität“, sagt IGW-Vorsitzender Peter Geiß (Peiting in Oberbayern). Er hofft, dass das so bleibt. Am meisten fürchten die Anbauer den Hagel, der den Neuaustrieb abschlägt. Hagelereignisse wie auch Spätfröste gab es 2026 bisher nur stellenweise. Das Frühjahr brachte laut Peter Geiß ausreichend gute Niederschlagsmengen, sodass sich die Jungpflanzen gut entwickelt haben. Bis zur Ernte steht ein Weihnachtsbaum acht bis 13 Jahre in der Kultur.

Passt einerseits das Wetter, machen andererseits die ökonomischen und politischen Krisen den Weihnachtsbaumanbauern zu schaffen: Inflation, hohe Energie-, Dünger und Pflanzenschutzpreise, die Transportkosten sind um 30 bis 40% gestiegen. Entsprechend verhalten sei bis jetzt das Marktgeschehen, beobachtet der 57-jährige IGW- Chef. Die Großhändler warten mit den Bestellungen ab, und die Anbauer planen den Einschlag vorsichtig. Um eine Preiserhöhung werden sie nicht herumkommen, vermutet Peter Geiß, auch wenn er und seine Kollegen nach Einsparmöglichkeiten auf ihren Höfen suchen. Er hofft, dass Wetterkalamitäten weiterhin ausbleiben und somit die erwartete Preissteigerung bei den echten Weihnachtsbäumen moderat ausfallen kann.

Der Fachverband IGW ist ein Zusammenschluss von rund 80 Familienbetrieben in Deutschland und Österreich. Sie werden im Juli auf einer Tagung in Celle die aktuelle Lage analysieren.

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