Niedersachsen: Miteinander für Landwirtschaft und Naturschutz

Vorstellung des Jahresberichts zum Niedersächsischen Weg am vergangenen Mittwoch im Landtag in Hannover.

Stellen den Jahresbericht zu einem Jahr Niedersächsicher Weg vor: Dr. Holger Buschmann, Barbara Otte-Kinast, Axel Ebeler, Dr. Holger Hennies, Olaf Lies, Gerhard Schwetje. Bild: Landvolk Niedersachsen.

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„Wir haben vor allem etwas Einmaliges geschafft, nämlich dass Ministerien, Naturschutzverbände und Landwirtschaft miteinander sprechen und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden. Das wird europa- und bundesweit erheblich beachtet und ist ein ganz großes Gut, das wir uns erhalten wollen“, zieht Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies für die niedersächsische Landwirtschaft Bilanz bei der Vorstellung des Jahresberichts zum Niedersächsischen Weg am Mittwoch am Landtag. In den vergangenen 14 Monaten haben die Beteiligten aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam Maßnahmen für mehr Naturschutz, mehr Artenvielfalt und mehr Gewässerschutz auf den Weg gebracht.

Doch es gebe noch viele Baustellen, die zu bearbeiten sind, führt Hennies weiter aus. „Für uns ist wichtig, wie der Niedersächsische Weg nun weiter im Detail ausgestaltet wird. Das Aktionsprogramm Insektenschutz bringt uns leider eine Finanzierungslücke für 8.000 Hektar Fläche, die in Naturschutzgebieten liegen“, führt Hennies aus. Hier erhofft sich das Landvolk nicht nur die vom Bund angekündigten Ausgleichszahlungen, sondern einen Schulterschluss des Landes Niedersachsen.

„Wenn die fehlenden Mittel zur Finanzierung als Gemeinschaftsaufgabe anerkannt würden, könnte hier schnell Abhilfe geschaffen werden im Sinne der engagierten Landwirte und für den Arten- und Naturschutz. Die Vereinbarkeit der GAP mit dem Niedersächsischen Weg sowie die Umsetzung der Naturschutzberatung und -betreuung gehören zu den größten Herausforderungen für das nächste Jahr“, zählt Hennies einige der vielen Detailregelungen auf.

Man sei zwar auf dem Weg, doch Hennies schätzt, dass es noch bis zu einen Dreivierteljahr dauern könne, bis die Ausgleichszahlungen geregelt seien. Die würden dann auch rückwirkend geleistet. „Wir werden jedes Jahr neu bewerten, was wir ändern müssen und was wir besser machen können. Da werden wir dranbleiben“, erklärt der Landvolkpräsident abschließend. (LPD)

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