Neue Technologien in der Raumfahrt: Gemüse fürs All

Im Januar 2018 erreichte das Gewächshaus EDEN-ISS die Antarktis. Mit dem Labor in der unwirtlichen Umgebung wollten die DLR-Wissenschaftler so dicht wie möglich an die Bedingungen einer Langzeitmission im Weltraum herankommen.

DLR-Forscher Paul Zabel hält den ersten geernteten Antarktis-Salat in den Händen. Bild: DRL.

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Paul Zabel vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme züchtete in dem Gewächshauscontainer Salate, Gemüse und Kräuter mithilfe von künstlichem Licht, effektiven Nährstofflösungen und vollkommen ohne Erde. Mit großem Erfolg: Bis September erntete Zabel 77 kg Salat, 51 kg Gurken und 29 kg Tomaten. Nun wird er nach einem Jahr Aufenthalt wieder nach Bremen zurückkehren. Dieses Forschungslabor erforscht auch gleichzeitig die Nahrungsmittelproduktion in klimatisch ungünstigen Gebieten wie Wüsten und arktischen Regionen.

In der nächsten Stufe werden Gewächshäuser direkt im All getestet. Am 3. Dezember startete dazu Eu:CROPIS in die Erdumlaufbahn. Der DLR-Satellit beherbergt zwei Gewächshäuser, in denen 2019 die ersten Zwergtomaten im All wachsen sollen. Eine aus synthetischem Urin umgewandelte Nährlösung wird als Dünger dienen und Algen werden das System zusammen mit dem Filter unterstützen. Die Mission soll zeigen, wie Astronauten bei künftigen Langzeitmissionen durch biologische Lebenserhaltungssysteme mit frischen Nahrungsmitteln versorgt werden können.

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