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NBV/UGA: Diplomatenbesuch aus Kenia
Kenianischer Botschafter besichtigte Versteigerung und Bündelservice.Seine Exzellenz, der kenianische Botschafter H. Mutuma Kathurima, besuchte in Begleitung des Wirtschaftsattaches der kenianischen Botschaft in Berlin, J.N.Kosure, die Zentrale Blumenvermarktung Rhein/Maas, um sich über die Vermarktung kenianischer Produkte zu informieren und die Handelsbeziehungen zwischen seinem Land und der NBV/UGA zu stärken. Der Botschafter zeigte sich äußerst interessiert an den Abläufen innerhalb der Blumenvermarktung. Bei einer Führung durch den Bündelservice und die Versteigerung führte er auch Gespräche mit Anlieferern, die Produkte aus Kenia an die Uhr in Herongen liefern. So besuchte er gemeinsam mit dem Wirtschaftsattache auch eine Ausstellung des Rosenzüchters Interplant, die zur gleichen Zeit im Foyer der Heronger Versteigerung stattfand. Zum Abschluss ließen sich die beiden Diplomaten auch die breite Palette des Topfpflanzenangebotes im Cash&Carry Markt der NBV/UGA in Herongen vorstellen und zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt des Angebotes.
Kenia ist als Blumenproduzent ein Wachstumsland mit rasanter Entwicklung. Das Land ist in Afrika führend in der Rosenproduktion und exportiert außerdem Nelken, Alstroemerien und Sommerblumen nach Europa. In Kenia wird ein Areal von ca. 2.000 ha bewirtschaftet, dabei werden auf 1.400 ha Rosen, mit einer Jahresproduktion von 54.000 Tonnen angebaut.
Nach eigener Schätzung erreicht der Schnittblumenimport Kenias inzwischen eine Höhe von 300 Mio. Euro, beziehungsweise 88.000 Tonnen. Damit gehört Kenia neben den Niederlanden, Israel, Kolumbien und Ekuador zu den Top 5. Nach Deutschland exportiert Kenia Schnittblumen im Wert von rund 21 Mio. Euro, in die Niederlande für rund 196 Millionen, nach England für rund 69 Millionen Euro. (Quelle Vakblad voor de Bloemisterij)
61 Prozent, der in die Niederlande importierten Rosen stammen aus Kenia. Immer mehr niederländische Unternehmen haben Niederlassungen in afrikanischen Ländern und vor allem in Kenia. So betreiben zum Beispiel die niederländischen Rosenproduzenten Linssen Roses und Zuurbier, die auch bei der NBV/UGA anliefern, große Produktionsfarmen für Rosen in Kenia. Diese Unternehmen bereiten die importierten Rosen in ihren niederländischen Niederlassungen „uhrenfertig“ auf. Andere Waren kommen auf Flugzeugpaletten zur Importabteilung nach Herongen und werden dort oder im Bündelservice, zur Versteigerung an der Uhr, beziehungsweise zur Weiterverarbeitung fachgerecht versorgt. Die NBV/UGA vermarktete in Herongen im vergangenen Jahr rund 28 Mio. Stiele aus kenianischer Produktion. Damit erreichte Kenia einen Anteil von rund 5% am Heronger Versteigerungsumsatz. (nbv/uga)

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