MPS: Der Markt fordert Transparenz und Vereinfachung

Auf der IPM bestand reges Interesse an der Nachhaltigkeitsinitiative "ProductProof" von MPS. Das Konzept wurde im vierten Quartal 2016 in der Zierpflanzenbranche gestartet: "Product Proof" und die Zusammenarbeit von GLOBALG.A.P. und MPS schaffen zahlreiche Vorteile für Gärtner.

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Auf der IPM bestand reges Interesse an der Nachhaltigkeitsinitiative "ProductProof" von MPS. Das Konzept wurde im vierten Quartal 2016 in der Zierpflanzenbranche gestartet: "Product Proof" und die Zusammenarbeit von GLOBALG.A.P. und MPS schaffen zahlreiche Vorteile für Gärtner.

"ProductProof" basiert auf verpflichtender Tagesregistrierung in der MPS Datenbank und unabhängiger Probenentnahme. Das Verfahren weist nach, dass bestimmte Wirkstoffe nicht in der Produktion eingesetzt wurden. Geprüft wird, ob die eingesetzten Wirkstoffe auf der Liste der bienengefährlichen Wirkstoffe stehen, ob ihre Anwendungsbestimmungen eingehalten und ihr Einsatz am Tag der Ausbringung registriert wurde. Durch das Verfahren wird sichergestellt, dass die Produktion den Anforderungen spezifischer Abnehmer entspricht. Als solcher ist der "ProductProof" maßgeschneidert. Er kann von Produzenten, die am MPS-ABC teilnehmen, genutzt werden.

Dringend erforderlich
"Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich, dass wir ein zuverlässiges System benötigen, das nachweist, dass bestimmte Wirkstoffe in der Produktion nicht angewandt wurden", betont Theo de Groot, Geschäftsführer von MPS. Er verweist damit auf die vom niederländischen Staatssekretär Van Dam getroffenen Maßnahmen zum Verbot des Insektizids Imidacloprid und auf das von Aldi Süd in Deutschland erhobene Verbot von acht Wirkstoffen.

Aufbruch in ein neues Zeitalter
Die Branche stehe kurz vor einem neuen Zeitalter, so Theo de Groot. "Einzelhändler orientieren sich immer mehr an harten Zahlen und Fakten. In die Vereinigten Staaten ist es vollkommen selbstverständlich, dass Produktionsbetriebe ihren Abnehmern betriebsinterne Umweltdaten bis ins kleinste Detail offenlegen. Durch die Einführung von "ProductProof" schließen wir uns dieser Entwicklung an." Auf der IPM haben sich bereits mehrere Produktionsbetriebe gemeldet, die am laufenden Pilotprojekt "ProductProof" teilnehmen möchten.

Nur noch ein einziger Auditor im Unternehmen
Während Handel und Konsumenten mehr Transparenz fordern, legen die Produzenten Wert auf Vereinfachung. "Es kommt vor, dass ein Erzeugerbetrieb zwei Tage hintereinander von zwei verschiedenen Auditoren für verschiedene Zertifikate geprüft wird", so De Groot. "Möglicherweise überschneiden sich die Audits dabei größtenteils. Aus Sicht des Gärtners ist dies nicht effizient." Um die Produktionsbetriebe bei der Durchführung von Audits nicht unnötig zu belasten, haben sich MPS und GLOBALG.A.P. auf eine Zusammenarbeit geeinigt. GlobalG.A.P. ist eines der Zertifikate, das insbesondere vom Einzelhandel gefragt wird. "GLOBALG.A.P. ist aus dem Gemüsesektor hervorgegangen, doch der vom Einzelhandel ausgehende Druck richtet sich zunehmend auch auf die Zierpflanzenbranche." Durch die Zusammenarbeit von MPS und GLOBALG.A.P. müssen Erzeugerbetriebe zukünftig nur ein Audit durchlaufen, um (weiterhin) Anspruch auf MPS-ABC und auf das GLOBALG.A.P.-Zertifikat zu haben. Außerdem können die Betriebe ab sofort ihre Zertifizierungsstelle frei wählen. 

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