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Mehr Aufenthaltsqualität: Was brauchen öffentliche Grünanlagen?
Gefordert sind vor allem mehr Aufenthaltsqualität und Nutzungsvielfalt, die Wünsche der Bürger unterscheiden sich dabei unter anderem nach den Altersgruppen. Umfragen zeigen, dass die Einwohner zwar grundsätzlich mit den vorhandenen Grün- und Parkanlagen zufrieden sind. Die Ergebnisse weisen aber ebenso verschiedene Ansatzpunkte auf, mit denen die Aufenthaltsqualität für die verschiedenen Nutzergruppen verbessert werden kann.
Für Städte und Gemeinden sind diese Wünsche durchaus eine Herausforderung, da unterschiedliche Nutzungsinteressen und Kosten für eine vielfältige Ausstattung zu berücksichtigen sind.
Einwohner sind mit öffentlichen Grünanlagen zufrieden
Laut einer forsa-Umfrage aus dem Jahr 2020 im Auftrag des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. nutzt der überwiegende Teil der Bewohner deutscher Großstädte die kommunalen Grünanlagen regelmäßig: Insgesamt gaben bei der Befragung 97% an, die Grünflächen mindestens gelegentlich zu nutzen, 46 Prozent sind sogar täglich in Parks, Stadtwäldern etc. unterwegs.
Bei Pflege und Zustand der Anlagen zeigt sich ein ähnliches Bild. Rund 80% der Teilnehmer an der forsa-Umfrage gaben an, zufrieden zu sein. Die Ergebnisse decken sich mit der Umfrage „So attraktiv sind deutsche Großstädte“, die das Beratungsunternehmen PwC regelmäßig unter Arbeitnehmern durchführt: 70% der Befragten sind demnach mit den Parkanlagen und Grünflächen in ihren Städten zufrieden.
Mit der wachsenden Bedeutung und Nutzungshäufigkeit der städtischen und kommunalen Grünanlagen steigen die Ansprüche an die Gestaltung und Ausstattung. Die Bürger sehen in verschiedenen Bereichen durchaus noch Verbesserungspotenziale.
Dazu gehört zum Beispiel der Wunsch nach mehr Grünflächen und Parks. Allerdings sind auch weniger aufwändige Maßnahmen geeignet, um eine Aufwertung der Grünanlagen zu erreichen.
Bessere Sitzgelegenheiten für kommunale Grünflächen
Für viele Einwohner bedeuten bereits mehr Sitzgelegenheiten eine deutliche Aufwertung der Parks. Vor allem für die Gruppe der über 60-Jährigen sind Sitzmöglichkeiten ein wesentlicher Faktor.
Komfort und gestalterische Aspekte gehen dabei Hand in Hand. Städte und Gemeinden schaffen mit Sitzbänken einerseits mehr Aufenthaltsqualität und mehr Gründe zum Verweilen. Andererseits bieten die Sitzgelegenheiten durch ihr Design, Materialität und Anordnung ein unverwechselbares Raumgefühl.
Modulare Banksysteme bieten den Kommunen dazu flexible Gestaltungsmöglichkeiten, um maßgeschneiderte, individuelle Sitzgelegenheiten in öffentlichen Grünanlagen bereitzustellen. Anstelle von austauschbaren Standardlösungen sind damit vielfältige Sitzlandschaften realisierbar, die unterschiedliche Funktionen erfüllen: Als Gruppe zusammengestellt erleichtern die Sitzbänke Kommunikation und Austausch, einzelne Elemente befriedigen das Bedürfnis nach Ruhe.
Durch ein einheitliches Design geht dennoch nicht der visuelle Zusammenhang verloren, der gleichzeitig auch den jeweiligen umgebenden Raum prägt.
Öffentliche Grünflächen vielfältiger gestalten
Während Sitzbänke zu den Klassikern der Ausstattung von Grünanlagen zählen, wünschen sich Einwohner häufig eine vielfältigere Gestaltung für unterschiedliche Nutzergruppen. Das betrifft unter anderem mehr Spielflächen und -geräte für Kinder und mehr Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten.
Für Städte und Gemeinden liegt hierin ein großes Potenzial, das über die verbesserte Aufenthaltsqualität hinausgeht: Vielfältige Parks und Grünanlagen steigern schließlich auch die Attraktivität des Wohnumfelds. Damit sind sie ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor für Familien, junge Menschen und nicht zuletzt für die wirtschaftliche Anziehungskraft eines Quartiers, einer Gemeinde oder einer Stadt.
Bedarfsgerechte öffentliche Grünanlagen – mit Bürgerbeteiligung
Die Gestaltung bedarfsgerechter, vielfältiger Grün- und Parkanlagen in Städten ist planerisch eine Herausforderung. Insbesondere die oft sehr unterschiedlichen Nutzungswünsche erschweren die Planung und Umsetzung. Um die verschiedenen Bedürfnisse frühzeitig zu erfassen und diese besser in die weiteren Planungen einfließen zu lassen, sieht das Baugesetzbuch (BauGB) die Beteiligung der Bürger vor.
Das Bundesumweltministerium hat in seinem „Grünbuch Stadtgrün“ auf die Möglichkeiten hingewiesen, die sich aus partizipativen Ansätzen ergeben können. Beteiligungsverfahren erlauben es den Bürgern, ihre eigenen Vorstellungen in die kommunale Planung einfließen zu lassen und Landschafts-, Grünordnungs- oder Bauleitpläne mitzugestalten.
Auf diese Weise können die Grundlagen für eine gemeinschaftliche Nutzung geschaffen werden, in der sich möglichst alle Nutzergruppen wiederfinden. So kann auch die Ausstattung der Grünanlagen besser auf die Bedürfnisse der Einwohner zugeschnitten werden. Vor allem in größeren Städten sind auf diese Weise bereits umfangreiche Projekte realisiert worden.
Zeitgemäße Ausstattung von öffentlichen Grünanlagen: Mehr als nur Sitzgelegenheiten
Aufenthaltsqualität entsteht nicht durch ein einzelnes Ausstattungselement, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Schattenspender, eine ausreichende Anzahl an Abfallbehältern bei den Sitzbereichen, Funktionsmischungen, gute Beleuchtung und eine durchdachte Wegeführung sind wesentliche Elemente von attraktiven Grünanlagen.
Zusammen sorgen sie für ein attraktives Umfeld, in dem sich die Menschen wohl und sicher fühlen. Zeitgemäße Parks und Grünanlagen müssen deshalb als funktionierendes Ganzes betrachtet werden, um ein stimmiges Resultat mit großer Aufenthaltsqualität zu erreichen.

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