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Markt für Campanula umkämpft
Niederländer und Dänen versuchen immer öfter ihre heimische Produktion auf den gleichen Märkten zu verkaufen.Das meint jedenfalls Joost van Naber von FloraHolland. Derzeit ständen jeder niederländischen Campanula noch 5 Pflanzen aus Dänemark gegenüber, doch „man folge den Dänen“. Und das nicht nur hinsichtlich der Produktionsmenge, auch in der Kulturführung wird immer häufiger nach den dänischen Methoden gearbeitet.
Die Unterschiede zwischen den Campanula liegen hauptsächlich in der Vermehrung: In Dänemark werden vorwiegend Stecklinge verwendet, während in der Niederlanden die Aussaat bevorzugt wird. Das vegetativ vermehrte Sortiment ist deutlich breiter als das Sortiment aus Samen, daher liegen in diesem Punkt die Dänen (noch) klar vor. Doch in Holland arbeitet man sowohl an der Züchtung neuer Sorten als auch an der Etablierung der Stecklingsvermehrung bei der Staude.
An den niederländischen Veilingen wurde im letzten Jahr rund 2 bis 3 Mio. Campanula versteigert. Das ist vergleichsweise wenig, wenn man bedenkt, dass der größte dänische Betrieb jeweils über 10 Mio. Stück pro Jahr produziert. Das niederländische Sortiment wird zurzeit ganz klar von Campanula isophylla bestimmt, die fast die Hälfte der gesamten Produktion einnimmt. Neuerdings erfährt gerade Campanula poscharskyana einen starken Aufwind, so dass bald auch bei dieser Art mit Stückzahlen in Millionenhöhe gerechnet werden kann. (ah)

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