LWK Schleswig-Holstein: Stellungnahme zu EHEC

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat jetzt eine Stellungnahme zu EHEC im Gemüseanbau in Schleswig-Holstein veröffentlicht.

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Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat jetzt eine Stellungnahme zu EHEC im Gemüseanbau in Schleswig-Holstein veröffentlicht.

"Noch handelt es sich um Vermutungen, dass Gurken, Salat und Tomaten Grund der Infektion mit dem Erreger EHEC sind. Außerdem ist nicht eindeutig geklärt, dass das Gemüse tatsächlich aus Norddeutschland stammt.

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hofft, dass die Infektions-ursache von EHEC möglichst bald gefunden ist. Erleichtert sind wir, dass zum jetzigen Zeitpunkt Spargel und Erdbeeren, die aktuell auf 400 ha bzw. 800 ha geerntet werden, offenbar nicht die Ursache für die Erkrankung sind.

Im Vergleich zu anderen Kulturen spielt der Anbau von Salat, Gurke und Tomate hierzulande eine untergeordnete Rolle: Salat wächst laut Gemüseanbauerhebung 2010 auf 4,4 ha unter Glas und 22 ha im Freiland. Die Salaternte läuft von Mai bis Oktober in Schleswig-Holstein.

Tomaten wachsen unter Glas auf rund 25 ha in Schleswig-Holstein, seit sechs Wochen ist hier die Ernte im Gange. Freilandanbau findet in Schleswig-Holstein nicht statt.

Gurken wachsen auf 2,7 ha unter Glas sowie auf ca. 0,4 ha im Freiland. Davon auf 0,2 ha für Schälgurken, die erst im August geerntet werden, und 0,2 ha sind Einlegware also keine Frischware.

Gemüse wird laut guter fachlicher Praxis nicht mit Wirtschaftsdüngern (Rinderdung) über Kopf gedüngt. Gerade unter Glas wird in aller Regel Mineraldünger eingesetzt.

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie ist ein neutraler Fachdienstleister, deren Kernauftrag in Grundlagenarbeit, Ausbildung und Beratung besteht. Damit unterstützt die Landwirtschaftskammer die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel und das Erzielen angemessener Einkommen auf den Betrieben. (lwksh)

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