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LFZ Schönbrunn: Neuer Bauhof eröffnet
Das Thema Klimaschutz ist bedeutender denn je und die öffentliche Verwaltung hat dabei Verantwortung und Vorbildfunktion. Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich eröffnete gestern an der Außenstelle Jägerhausgasse des Lehr- und Forschungszentrum Gartenbau (LFZ) Schönbrunn einen neuen Bauhof und eine neue Baumschule für die Garten- und Landschaftsgestaltung. Das Gebäude ist ein „green builing“, es wurde weitgehend in Holzbauweise errichtet, ist mit einer hinterlüfteten Lärchenschalung verkleidet und mit Außenschattierung ausgestattet. „Das Lebensministerium setzt mit diesem Gebäude im eigenen Wirkungsbereich ein starkes Zeichen für den Klimaschutz“, so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich heute bei der Eröffnung des Neubaus.
Sonnenenergie wird durch die auf den Sheed-Dächern montierten, gegen Süden orientierten Paneele sowohl für die Warmwassergewinnung als auch für die Stromerzeugung genutzt. Überschüsse können in das Wiener Stromnetz eingespeist werden. Die installierte Leistung beträgt 26 kW. Zusätzlich kann das Gebäude mit einer Pelletsheizung beheizt werden. Zur Optimierung der Abbrandqualität, des Energieverbrauches und der Steuerung dient ein großer Pufferspeicher.
Die Bepflanzung der Außenanlagen erfolgte ebenfalls im Sinne der Nachhaltigkeit. Schülerinnen und Schüler des 2. Jahrganges und Lehrlinge des LFZ Schönbrunn übernahmen die Pflanzung einer mehrreihigen Hecke entlang der Grundgrenze. Für eine naturnahe Pflanzung wurden Straucharten des Wienerwaldes verwendet. Das überschüssige Dachabwasser und das gesamte Drainagewasser des Areals werden in einem unterirdischen Kanal in einen Teich geleitet und stehen so in einem geschlossenen Kreislauf für die Bewässerung der Kulturflächen zur Verfügung. Dieser Teich wurde von der Magistratsabteilung 22 (Umwelt) zusätzlich offiziell als Amphibienbiotop eingestuft.
Am Standort Jägerhausgasse des LFZ Schönbrunn hat das Lebensministerium in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen investiert. Bildung ist Schlüsselthema, denn nur wer fundiert ausgebildet ist, wird wettbewerbsfähig und erfolgreich sein können, auch oder gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Es ist eine Investition für die Stadt, genauer in die „Stadtökologie“. Gärten sind Erholungsraum in der Stadt, Gärten bewahren biologische Vielfalt und verbessern die Lebensqualität der Menschen. Es ist auch eine Investition für den ländlichen Raum, denn eine der wichtigsten Aufgaben des produzierenden Gartenbaus ist die Versorgung der Bevölkerung mit Frischgemüse.
Der Standort Jägerhausgasse des Lehr- und Forschungszentrum Gartenbau Schönbrunn ist Wissensdrehscheibe zwischen Forschung, Aus- und Weiterbildung und hat eine Reihe von Innovationen hervorgebracht. Die Schönbrunner Seminare etwa geben Forschungsergebnisse aus der Artenvielfalt im Gemüsebau an interessierte Personengruppen weiter. Der „Garten für den Klimawandel“, der auch bei der GartenTulln als Schaugarten präsentiert wurde, wurde hier konzipiert. Auch der am LFZ Schönbrunn entwickelte Schotterrasen ist eine Innovation in Sachen Klimaschutz, Wasserverbrauch und Landversiegelung. „Durch die neue Anlage am Standort Jägerhausgasse des LFZ Schönbrunn sind eine verbesserte forschungsgeleitete Lehre sowie eine enge Verbindung der wissenschaftlichen Arbeit und des Unterrichts möglich“, so Berlakovich.
Das Lebensministerium investiert insgesamt mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr in den Betrieb der landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten. Landwirtschaftsschulen sind wichtig für die Zukunft des Ländlichen Raumes. Eine Besonderheit ist, dass das landwirtschaftliche Schulwesen eng mit der agrarischen Beratung und auch der Forschung verknüpft ist. Dies teilt das Lebensministerium abschließend mit. (lebensministerium.at)

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