Lage: Baumschuler kauft Kloster

Die Kommende Lage in Rieste bekommt einen neuen Besitzer: Das Bistum hat sich mit Max Geers aus Bersenbrück auf den Verkauf geeinigt. Die Übergabe des Gebäudes der Kommende erfolgt zum 15. Januar 2027. Der künftige Besitzer plant umfassende Investitionen in die Restaurierung und Renovierung, um Mietwohnungen im ehemaligen Kloster einzurichten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Pfarrhaus bleibt im Besitz der Pfarrgemeinde.

Die Kommende Lage-Rieste mit der Wallfahrtskirche St. Johannis aus der Luft. Bild: Franziskaner-Minoriten Provinz St. Elisabeth.

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„Das Bistum Osnabrück ist froh, für die Kommende Lage einen verlässlichen Käufer aus der Region gefunden zu haben, der auch die besondere Situation mit der nebenliegenden Wallfahrtskirche zu schätzen weiß“, so Generalvikar Weihbischof Johannes Wübbe. Käufer ist Max Geers, der zusammen mit Hubert Geers Geschäftsführer der Bio Baumschule Geers GmbH & Co. KG in Bersenbrück und der Hoffmann Container-Baumschule GmbH & Co. KG in Münster ist. Zusammen werden mit 85 Mitarbeitern 3,5 ha Gewächshausfläche und über 42 ha Betriebsfläche bewirtschaftet.

Als Grund für den Verkauf gab Generalvikar Ulrich Beckwermert auf einer Gemeindeversammlung am 10. März 2026 an, dass das Bistum die Kosten für die notwendige Sanierung des jahrhundertealten Anwesens nicht tragen könne. Den Aufwand nur für die grundlegenden Arbeiten bezifferte die Bistumsverwaltung auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag. „In der jetzigen finanziellen Situation des Bistums, mit diesem hohen Konsolidierungsbedarf, kann es diese zusätzlichen Ausgaben nicht stemmen“, so Ulrich Beckwermert. Das Bistum werde nicht alle Gebäude halten und auf Dauer finanzieren können.

Der Bistumsleitung sei die Entscheidung, die Kommende Lage zu verkaufen, nicht leichtgefallen – auch weil damit der Wegzug der zwei Ordensgemeinschaften verbunden sei, die derzeit noch in dem Gebäude leben. Die fünf Brüder der Franziskaner-Minoriten und die zwei Schwestern der Klarissen-Kapuzinerinnen werden in den kommenden Monaten die Kommende verlassen. Die Klarissen gehen Ende August nach Xanten. Sie waren vor zwei Jahren eingezogen. Damals war schon vereinbart worden, dass die Schwestern zwei Jahre auf Probe auf Lage bleiben.

Der Wallfahrtsort habe für das Bistum eine große Bedeutung. „Die Kirche St. Johannes der Täufer ist ein geistlicher Leuchtturm. Wir wollen ihn in Zukunft weiter leuchten lassen, auch wenn wir jetzt zu diesem Verkauf gezwungen sind“, so Beckwermert. Die Wallfahrt werde vom Bistum weiter gefördert. Die Wallfahrtsseelsorge im Dekanat Osnabrück-Nord übernimmt zum Jahresanfang Pfarrer Hubert Bischof. Er wird seinen Wohnsitz auf Lage nehmen und die Wallfahrt dort und in Rulle begleiten. Unterstützt wird Pfarrer Bischof durch weitere pastorale Mitarbeitende vor Ort.

Bis zum Jahresende 2026 finden alle geplanten Veranstaltungen auf Lage statt. Zum Jahresende verlassen dann wie geplant die Franziskaner-Brüder den Ort.

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