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mleuv: Safran aus regionalem Anbau
Im Projekt Seen land-Safran wird der Anbau der mehrjährigen Knollen-Pflanze auf den sandigen Böden der Lau sitz erprobt. Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt eröffnete heute in Hermsdorf-Jannowitz (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) das 2. Deutsche Safransymposium. Ziel des Symposiums ist es, Safrananbauer in Deutschland zu vernetzen und den Austausch unter Produzenten und weiteren Akteuren entlang der Wertschöpfungskette zu fördern.
Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt: „Safran-Anbau ist in Deutschland noch eine seltene Nischenproduktion. Die Klimaveränderungen hierzulande und in den klassischen Anbaugebieten könnten dazu führen, dass sich das in den kommenden Jahren ändert. Als innovative Nischenkultur eröffnet Safran neue Perspektiven für eine nachhaltige Landwirtschaft, regionale Wertschöpfung und den Anbau nachwachsender Rohstoffe – auch bei uns in Brandenburg. Neben dem nördlichsten Anbaugebiet Deutschland im Oderbruch bietet die Lausitz mit ihren sandigen Böden gute Voraussetzungen. Erkenntnisse dazu verspricht das Projekt von Seenland-Safran, das in Kooperation mit dem Netzwerk für Nachwachsende Rohstoffe am Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften durchgeführt wird.“
Das 1. Safransymposium fand im Jahr 2023 im thüringischen Altenburg das statt. Veranstalter des 2. Symposiums ist das Projekt Seenland-Safran zusammen mit dem Netzwerk „neuwerg“, der Netz werkstelle Nachwachsende Rohstoffe im Land Brandenburg, das vom Brandenburger Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Ministerin Mittelstädt: „Brandenburg bietet zahlreiche Absatzmöglichkeiten für regionale Safranprodukte: von der Edelgastronomie im Großraum Berlin bis in die ländliche Spezialitätenküche und zu innovativen Produktrezepturen wie Safraneis, -marmelade oder Ölen.“
Seit dem 14. Jahrhundert wird Safran in Deutschland angebaut, allerdings geriet die Krokus-Art im 20. Jahrhundert hier weitestgehend in Vergessenheit. Erst seit 2012 wird in Deutschland wieder Safran angebaut – begünstigt durch die Klimaveränderungen – unter anderem in Thüringen, der Pfalz und Sachsen. Es gilt als eines der teuersten Gewürze der Welt. Für ein Kilogramm Safran benötigt man etwa 150.000 bis 200.000 Blüten und damit etwa ein Hektar Anbaufläche. Etwa 60 bis 80 Gramm pflückt eine Person am Tag, deshalb braucht es 15 Pflückerinnen und Pflücker, um ein Kilogramm täglich zu ernten. Während das Legen der Knollen mechanisiert erfolgt, ist das Ernten bisher Handarbeit. Um die Safranernte kostengünstiger zu gestalten, wird beim Seenland-Safran ein automatisierter Ernteprozess erprobt – dafür erhielt das Projekt bereits den Innovationspreis. Da die Knollen bis zu fünf Jahre im Boden bleiben, ist Pflügen oder Herbizideinsatz nicht notwendig und die Böden der Bergbaufolgelandschaft können sich besser regenerieren. Damit hat der Safrananbau gute Voraussetzungen, sich als neue Kultur auch in Brandenburg zu etablieren.

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