Leguminosen-Saatgut knapp

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Preise 20 Prozent über Vorjahr.Das seit Anfang Dezember 2000 in Deutschland geltende Verfütterungsverbot für Tiermehl zieht eine hohe Nachfrage nach pflanzlichen Eiweißfuttermitteln nach sich. Proteinträger aus heimischer Erzeugung wie Körnererbsen, Ackerbohnen und Lupinen profitieren davon. Zur Ernte 2000 wurden auf etwa 141.000 Hektar Körnererbsen und auf knapp 18.000 Hektar Ackerbohnen angebaut. Für Lupinen, nahezu ausschließlich in Ostdeutschland angebaut, sind rund 28.500 Hektar anzunehmen.

Die Vermehrungsflächen mit Leguminosen waren in den vergangenen Jahren rückläufig. Nach 13.600 Hektar im Jahre 1998 wurden Körnererbsen 2000 auf nur noch 7.500 Hektar vermehrt. Die Fläche an Ackerbohnen blieb nach 1.700 Hektar im Jahr 1999 zur letzten Ernte sogar unter 1.000 Hektar. Lupinen werden seit Jahren auf etwa 2.000 Hektar vermehrt.

In den meisten Regionen Deutschlands ist das Ertragsrisiko der Körnerleguminosen relativ hoch. In Sachsen-Anhalt, wo die meisten Futtererbsen wachsen, waren die Erträge 2000 etwa 25 Prozent niedriger als im Vorjahr, im Bundesdurchschnitt rund 23 Prozent. Bei Ackerbohnen lagen die Erträge bundesweit um etwa 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies läßt auf die Verfügbarkeit von Saatgut zur Aussaat 2001 schließen. Bei 100-prozentiger Ausbeute könnte sich eine Gesamtmenge an Futtererbsen und Ackerbohnen ergeben, die um 45 Prozent unter der Erntemenge 1999 liegt. Wie Züchter bestätigen, ist auf der Stufe des Großhandels Saatgut weitgehend vergriffen. Die Saatgutpreise zogen inzwischen kräftig an und liegen jetzt mehr als 20 Prozent über denen des vergangenen Jahres.

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