Landesgartenschau Oelde schlägt alle Rekorde

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Veranstalter ziehen eine Erfolgsbilanz auf ganzer Linie / Mit 2,2 Millionen Besuchern erfolgreichste Landesgartenschau aller Zeiten!Mit gut 2,2 Millionen Besuchereintritten ist die nordrhein-westfälische Landesgartenschau 2001 am Sonntag in Oelde zu Ende gegangen. Damit ist Oelde die landesweit erfolgreichste Landesgartenschau aller Zeiten. Der Bürgermeister der Stadt Oelde, die Geschäftsführung der Landesgartenschau (LGS) Oelde 2001 GmbH, das NRW-Umweltministerium sowie der nordrhein-westfälische Gartenbau zogen nach 163 Tagen "Blütenzauber & Kinderträume" eine mehr als positive Bilanz.

 

Die ursprüngliche Besuchererwartung der Veranstalter wurde um mehr als das Vierfache übertroffen. "Die Einnahmen sind auf Grund der Besucherzahlen um rund 4 Millionen DM höher als erwartet, so dass finanzielle Mittel an die Stadt zurückgezahlt werden können", freute sich Helmut Predeick, Bürgermeister der Stadt Oelde und Aufsichtsratsvorsitzender der LGS GmbH. Die Stadt hatte den Durchführungshaushalt der Gartenschau-Gesellschaft mit 7,4 Millionen DM bezuschusst.

 

Für den Erfolg machte der Bürgermeister die Darstellung traditioneller Elemente wie Blumen und Gärten in ihrem natürlichen Umfeld, die große Bürgerbeteiligung und -unterstützung sowie die kinder- und familienfreundliche Ausrichtung der Schau verantwortlich. Diese Einschätzung wurde von allen anderen Seiten geteilt.

 

So betonte Heinz Herker als Repräsentant des gesamten nordrhein-westfälischen Garten-baus, dass Garten- und Pflanzenliebhaber von der Gartenschau begeistert waren: "Sie fanden vielfältige Blumen und Pflanzen, Farbe für das Auge, aber insbesondere viele Anregungen. Das Bedürfnis nach Information war groß und unser Gartentreff, der Anlaufpunkt für alle Fragen rund um den Garten und die Pflanze, war belagert wie noch nie".

 

Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Landesministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV), erklärte: "Nicht nur an den Besucherzahlen gemessen kann diese Landesgartenschau als erfolgreichste in Nordrhein-Westfalen gelten." Der Staatssekretär stellte den Vorbildcharakter der Landesgartenschau Oelde hinsichtlich des Engagements der Bürgerinnen und Bürger heraus, die in einem beispielhaften Beteiligungsprozess der Lokalen Agenda 21 aktiv mitgewirkt hätten.

 

"Die Landesgartenschau hat ihr Ziel, mit dem Motto "Blütenzauber & Kinderträume" gerade Eltern mit Familien anzusprechen, erreicht", meinte LGS-Geschäftsführer Dr. Burkhard Löher. So kamen auf jeden erwachsenen Besucher durchschnittlich 1,1 Kinder.

 

Die rund 1.700 Veranstaltungen, die die Landesgartenschau-Gesellschaft gemeinsam mit zahlreichen Vereinen, Verbänden und Institutionen organisiert hatte, beurteilten die Verantwortlichen als großen Erfolg. "Sowohl die kostenpflichtigen als auch die eintrittsfreien Veranstaltungen der Landesgartenschau waren sehr gut besucht", berichtete Dr. Löher. Von den 40 kostenpflichtigen Sonderveranstaltungen mit rund 45.000 Besuchern waren 16 ausverkauft. Das Kinderprogramm, das unter monatlich wechselnden Themen-schwerpunkten stand, hatten rund 27.300 Jungen und Mädchen besucht.

 

"Wir wollten zufriedene Besucher und haben daher gezielt auf einen umfangreichen Service gesetzt. Eine goldrichtige Entscheidung!" war sich Geschäftsführer Ludger Niermann sicher. So haben der kostenlose Verleih von Bollerwagen, Buggies und Rollstühlen, der kostenlose Shuttle-Bus und die kostenlosen Parkplätze großen Zuspruch erfahren. Allein der Shuttlebus ist rund 10.000 mal gefahren und hat 412.130 Fahrgäste transportiert.

 

Die in den Bau der Landesgartenschau gesteckten 35,5 Millionen DM werteten die Veranstalter als eine Investition in die zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt. "Mit der Landesgartenschau ist ein Naherholungsraum in Oelde geschaffen worden. Städtebauliche Verbesserungen, der Hochwasserschutz des Axtbachs und die vom Autoverkehr unabhängige innerstädtische Wegeverbindung sind langbleibende Werte", hob LGS-Geschäftsführer Norbert Hochstetter hervor. Die im kommunalen Wettbewerb wichtigen weichen Standortvorteile seien durch die Gartenschau wesentlich vorangebracht worden.

 

Auf Rückbauarbeiten will die Stadt Oelde weitestgehend verzichten und das Gartenschau-Gelände als Park erhalten. Nach ersten Aufräumarbeiten öffnet das 44 ha große Gelände bereits am "Tag der Deutschen Einheit" sowie am 6. und 7. Oktober 2001 wieder seine Pforten, und zwar als eintrittsfreier "Vier-Jahreszeiten-Park Oelde". (LGS Oelde)

 

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