Klimakabinett: Auswirkungen für den Gartenbau noch unklar

Der ZVG sieht die Auswirkungen der Beschlüsse des Klimakabinetts für den Gartenbau noch unklar.

Fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas werden teurer. Bild: GABOT.

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Der am Freitag gefundene Kompromiss des Klimakabinetts trifft beim Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) auf eine gemischte Bewertung. Zwar scheint die wiederholt kritisierte CO2-Steuer auf fossile Energieträger vom Tisch zu sein, gleichwohl wird auch der beschlossene Zertifikatehandel fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas verteuern, wenn auch zunächst moderater als bisher erwartet. Erfreulicherweise wird das Bundesprogramm für Energieeffizienz in Landwirtschaft und Gartenbau ausdrücklich als Maßnahme genannt.

„Nun kommt es auf das Kleingedruckte in der künftigen Klimastrategie der Bundesregierung an“, erklärt ZVG-Präsident Jürgen Mertz. CO2 wird einen Preis bekommen. Die Höhe der Kompensation über die EEG-Umlage ist noch offen. Der Branche bleibt mehr Anpassungszeit. Dennoch wird es zu einer Kostenbelastung kommen und die Betriebe vor Herausforderungen stellen.

„Der Gartenbau ist Leidtragender der Klimaveränderung und Teil der Lösung“, betont Mertz. Die Betriebe zeigen immer wieder, dass sie sich den Anforderungen stellen wollen.

Der ZVG-Präsident verwies einmal mehr auf die Erfolgsgeschichte des Bundesprogramms Energieeffizienz. Es ist derzeit das einzige bereits etablierte und hochwirksame Klimaschutzprogramm in Gartenbau und Landwirtschaft. Umso wichtiger ist es, an diesem Erfolgspfad festzuhalten. Daher ist es sehr begrüßenswert, dass die Fortführung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms in den Eckpunkten des Klimaprogramms angekündigt wird.

Hintergrund: Nach stundenlangen Verhandlungen wurden am 20. September 2019 die Grundzüge des Klimapaketes der Bundesregierung vorgestellt. Demnach sollen Treibhausgasemissionen mit Hilfe eines Zertifikatehandels eingespart werden. Der Einstieg soll 2021 erfolgen. (ZVG)

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