JKI: Lädt am 12. Oktober zum Apfeltag in ein

Von 10 bis 17 Uhr gibt das Pillnitzer Institut Einblicke in seine Arbeiten zur Sammlung und Erhaltung alter sowie zur Züchtung neuer Obstsorten.

Der jährliche Pilllnitzer Apfeltag ist die Gelegenheit für Jung und Alt. Bild: JKI.

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Der jährliche Pilllnitzer Apfeltag ist die Gelegenheit für Jung und Alt, sich über die Fortschritte in der Obstzüchtung und die Genbankarbeit am Julius Kühn-Institut am Standort Dresden zu informieren. Herzstück ist das Display von verschiedenen alten Apfelsorten und Neuzüchtungen, sowie die Möglichkeit diese zu verkosten. Auch wenn in diesem Jahr Frost und Hagel zu dramatischen Schäden und Verlusten während der Vegetationsperiode geführt haben, ist es gelungen wieder eine attraktive Sortenschau anzubieten. Die Auswahl der präsentierten Sorten variiert von Jahr zu Jahr. So werden dieses Jahr von den Sorten mit langer Züchtungshistorie besonders die Renetten und Calville in den Blickpunkt gerückt.

Wer sich eine Übersicht über Obstsorten und ihre Eigenschaften verschaffen möchte, kann dies bequem am heimischen Computer tun. Denn in der Online-Datenbank der Deutschen Genbank Obst, die das JKI betreut, finden sich Steckbriefe zu den meisten der in Deutschland vorkommenden Sorten von Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche, Erdbeere.

Damit Neuzüchtungen mit weniger Pflanzenschutzmitteln auskommen und der Anbau nachhaltiger wird, versuchen die JKI-Forscher beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Schorf und Mehltau aber auch gegen die Bakterienkrankheit Feuerbrand zu erhöhen. Denn leider bleiben die Schaderreger in ihrer Entwicklung nicht stehen. Die Kunst der Züchtung besteht darin, die positiven Eigenschaften unter eine Fruchtschale zu bekommen.

Gemeinsam mit den Partnern vom Grünen Forum Pillnitz, wie dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie aber auch mit Hilfe gemeinnütziger Vereinen etwa dem Pomologen-Verein e.V., der Grünen Liga Osterzgebirge e.V., dem Landesverband „Sächsisches Obst e.V.“ sowie den Unternehmen Baumschule Müller (Oschatz) und der mobilen Saftpresse „Apfel-Paradies“ wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Es gibt Beratung zur Obstsortenwahl, zu Pflanzenschutzmaßnahmen und zum richtigen Baumschnitt. Zudem werden Führungen im Versuchsfeld und durch die Genbank-Sammlung angeboten. Vorträge und Aktionen runden das Angebot ab.

Der Pillnitzer Apfeltag findet in den Gewächshäusern des Julius Kühn-Instituts (Lohmener Str. 10) statt. Besucher erreichen den Ort des Geschehens mit der Buslinie 63 bis Haltestelle Pillnitz-Schloss. (JKI)

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