Im Interview: Andreas Bausewein

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein spricht im Interview über die Nachhaltigkeit der BUGA in Erfurt.

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Bild: Paul-Philipp Braun.

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Herr Bausewein, wie nachhaltig ist die Erfurter Bundesgartenschau?

Überaus nachhaltig. Denn die BUGA in Erfurt besteht ja nicht nur aus 171 Tagen Pflanzenschau und Veranstaltungen auf zwei Festgeländen. Diese Bundesgartenschau ist Stadtentwicklung im besten Sinne. Rund 180 Millionen Euro wurden dafür in der Thüringer Landeshauptstadt verbaut. Eine immense Summe für eine Stadt wie Erfurt! All das bleibt für die nächsten Jahrzehnte, gibt der Stadt ein dickes Plus an Lebensqualität. Ohne die BUGA hätten wir uns das niemals leisten können. Insofern sind wir dem Land Thüringen, unserem Fördermittelgeber, überaus dankbar.

Geben Sie uns doch bitte ein paar Beispiele für diese Nachhaltigkeit.

Stadtentwicklung par excellence ist unsere Geraaue, ein Landschaftspark am Fluss Gera. Mit diversen Millionen haben wird diesen Park auf 60 Hektar erweitert, modernisiert und lebenswerter gemacht. Thüringens größter Landschaftspark ist entstanden – mit einem neuen Radweg, mit verschiedenen Sport-, Spiel,- und Grillplätzen, mit einem neuen Veranstaltungsort, einem barrierefreien Zugang, direktem Zugang zum Fluss und sogar einem ziemlich großen Teich. Von diesem Landschaftspark profitieren täglich rund 60.000 bis 70.000 Erfurterinnen und Erfurter, die im Norden der Stadt leben. Die Geraaue ist das Geschenk der BUGA an die Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt.

Der Park ist keine Ausstellungsfläche. Wie haben sich die beiden BUGA-Flächen nachhaltig verändert?

Unser egapark wird in diesem Jahr 60 Jahre alt. Vieles in ihm ist Ende der 50er Jahre entstanden und somit in die Jahre gekommen. Da konnten wir mit dem BUGA-Geld einen Großteil der Infrastruktur erneuern. Außerdem ist eine neue Attraktion entstanden, das Klimazonenhaus Danakil. Mit ihm wird der egapark noch mehr zum Besuchermagneten. Auch der Petersberg im Zentrum der Stadt hat eine Frischzellenkur bekommen: neue Wege und Ausstellungsorte, Panoramabrücken, einen gläsernen Fahrstuhl mit barrierefreiem Aufgang und. Der Berg ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Kein Tourist und kein Erfurter kommt an ihm vorbei, wenn er nichts verpassen will.

Vielen Dank!

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