igs: Auftritt der Friedhofsgärtner und Steinmetze

Am 27. September besuchten rund 60 Friedhofsverwalter aus ganz Deutschland im Rahmen ihrer VFD-Tagung die internationale gartenschau (igs) in Hamburg.

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Am 27. September besuchten rund 60 Friedhofsverwalter aus ganz Deutschland im Rahmen ihrer VFD-Tagung die internationale gartenschau (igs) in Hamburg. Auf dem Ausstellungsteil „Grabgestaltung und Denkmal“ begrüßten Birgit Ehlers-Ascherfeld, stellvertretende Vorsitzende des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) und Gustav Treulieb, Bundesinnungsmeister des Bundesverbands deutscher Steinmetze, die Verwalter. Ehlers-Ascherfeld wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen Friedhofsgärtnern, Steinmetzen und Friedhofsverwaltern wichtig sei und sagte: „Uns verbindet dasselbe Ziel, die deutschen Friedhöfe zukunftsfähig und finanziell abgesichert und damit im Sinne der Hinterbliebenen zu gestalten. Ich freue mich daher auf weitere gemeinsame Projekte.“

Nach der Begrüßung teilten sich die Verwalter in drei Gruppen, um den Ausstellungsteil genauer zu betrachten. Dabei wurde jede Gruppe von einem Vertreter der Friedhofsgärtner und einem der Steinmetze begleitet. Es wurden unter anderem die Besonderheiten des diesjährigen Gartenschauauftritts beleuchtet, wie die Aufteilung der Gestaltungen in die vier Themen: Moderne Zeiten, Traditionen leben, Zusammen leben und Symbolik. Die Friedhofsverwalter zeigten sich sichtlich begeistert angesichts der Vielseitigkeit der Grabbepflanzungen und den aufgegriffenen Themen und somit von der Leistungsfähigkeit und Kreativität der Berufsstände.

Ebenfalls im Fokus des Rundgangs standen der Memoriam-Garten und der Insektenfriedhof. Das Konzept „Memoriam-Garten“ als Teil einer innovativen Friedhofsgestaltung, erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Entscheidungsträgern und Hinterbliebenen. Der „Memoriam-Garten“ ist eine gärtnerisch anspruchsvoll gestaltete Grabanlage, in der es Urnen- und Erdbestattungen gibt. Namenlose Bestattungen gibt es nicht, jedem Verstorbenen wird namentlich gedacht. Über einen Dauergrabpflegevertrag wird die Grabpflege bis zum Ende der Ruhefrist abgesichert, so dass der Hinterbliebene einen Ort der Trauer auf dem Friedhof hat, aber von der Grabpflege entlastet wird. „Das Konzept ist auch deshalb für die Friedhofsverwaltungen so interessant, weil die Gewerke, Friedhofsgärtner und Steinmetze in Vorleistung gehen und den „Memoriam-Garten“ als fertige Anlage gestalten“, erläuterte die stellvertretende BdF-Vorsitzende Birgit Ehlers-Ascherfeld den Besuchern. „Das hat für den Hinterbliebenen den Reiz, dass er sich bewusst für das angebotene Produkt entscheiden kann. Gleichzeitig ist das Konzept ein Beitrag für eine attraktive Friedhofsgestaltung und damit eine konkrete Antwort auf friedhofsferne Bestattungsformen“, ergänzte sie. Ehlers-Ascherfeld hat maßgeblich die Idee des „Memoriam-Gartens“ entwickelt und vorangetrieben. (ZVG/BdF)

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