Hortensien: Schnittblumen-Züchtung in Pescia

In der CRA-VIV Zierpflanzen-Forschungsanstalt im italienischen Pescia arbeiten die Mitarbeiter intensiv an einem Forschungsprogramm zur Entwicklung neuer Hydrangea-Schnittsorten.

Projektleiterin Sara Lazzereschi. Bild: GABOT.

Hortensien-Bestand im Quartier. Bild: GABOT.

Parzelle mit roten Kulturnetzen. Bild: GABOT.

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In der CRA-VIV Zierpflanzen-Forschungsanstalt im italienischen Pescia arbeiten die Mitarbeiter intensiv an einem Forschungsprogramm zur Entwicklung neuer Hydrangea-Schnittsorten. Neben der Züchtungsarbeit steht auch die Sammlung und Katalogisierung des genetischen „Rohmaterials“ im Fokus der Arbeit.

Die Gattung Hydrangea umfasst viele Arten von großem Zierwert. Seit der Einführung von Hortensien in die europäischen Gärten im 18. Jahrhundert haben Züchter diese beliebte Kultur mit Kreuzungen und Selektionen stetig verbessert. Nichtsdestotrotz gibt es selbst heute noch einen großen Bedarf an neuen Sorten, auch für die ständig zunehmende Produktion als Schnittblume. Als Grundlage der Züchtungsarbeit hat CRA-VIV zunächst einen großen Pool von genetischem Material aufgebaut, um das genetische Verständnis für die Gattung und für die Entwicklung von komplexeren Züchtungen zu bekommen. Die Sammlung von Hydrangea an der CRA-VIV in Pescia besteht aus über 60 Genotypen, wie z.B. H. macrophylla subsp macrophylla, H. paniculata, H. serrata, H. villosa, H. quercifolia, H. anomala subsp. petiolaris, H. arborescens, H. heteromalla, H. involucrata, H. aspera, usw. Nach der aufwendigen morphologischen Charakterisierung der Sammlung wurde auf Basis der gewonnenen Daten mit der Züchtungsarbeit begonnen.

„Züchtungsarbeit bei Hortensien ist eine langwierige Angelegenheit“, erklärt die Projektleiterin Sara Lazzereschi, „da mit der ersten Blüte der neuen Sorten erst nach 3 Jahren zu rechnen ist“. Eine besondere Schwierigkeit liegt in der Züchtung neuer interspezifischer Kreuzungen, da die Samen nur in-vitro aufgezogen werden können. Noch konnten keine neuen Varietäten zum Sortenschutz angemeldet werden, doch das Projekt birgt das Potential, dass neue und bessere Schnittsorten entwickelt werden können.

Neben der Züchtungsarbeit wird parallel auch an der Verbesserung des Anbaus geforscht. So konnte in Versuchen belegt werden, dass Hortensien unter roten Netzen längeres Internodien-Wachstum aufweisen als unter blauen Netzen und so diese Netzfarbe für die Schnittkultur besser geeignet ist. Zudem kamen die Sorten unter roten Netzen früher zur Blüte.

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