Heidl: Warnt vor ideologisch geprägter Politik

Ab heute kommen die Agrarminister in Würzburg zusammen. Dabei geht es um viel für die bayerischen Bauern. Neben der Umsetzung der EU-Agrarpolitik stehen auch viele andere Themen auf der Tagesordnung, die für die Arbeit der Bauern von großer Bedeutung sind.

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Ab heute kommen die Agrarminister in Würzburg zusammen. Dabei geht es um viel für die bayerischen Bauern. Neben der Umsetzung der EU-Agrarpolitik stehen auch viele andere Themen auf der Tagesordnung, die für die Arbeit der Bauern von großer Bedeutung sind. „Die Landwirtschaft ist eine wichtige Zukunftsbranche. Nach der sachorientierten Einigung in Brüssel fordere ich die deutschen Agrarminister auf, jetzt vernünftige Rahmenbedingungen und Perspektiven für uns Bauern zu schaffen“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl in Würzburg.

Der vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegte Entwurf ist ein, in den wesentlichen Punkten ausgewogenes Paket, das auch von den 18 Landesbauernverbänden im Deutschen Bauernverband unterstützt wird. „Doch ideologische Grabenkämpfe gefährden die politische Einigung. Statt Wahlkampfgetöse brauchen wir deshalb Sachlichkeit in den Beratungen.“

Durch ihre moderne und nachhaltige Arbeit versorgen bayerische Bauern die Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln, mit erneuerbarer Energie und nachwachsenden Rohstoffen. Die Betriebsprämie ist dabei ein Teil des Ausgleichs für öffentliche Leistungen. Deshalb steht für Heidl fest: „Um die Vielfalt in der bayerischen Landwirtschaft zu erhalten, darf es hier keine weiteren Kürzungen geben!“ Obwohl ab 2014 Kürzungen von etwa zehn Prozent zu verkraften sind, wollen die grünen Agrarminister von Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz weitere 15 Prozent kürzen und in die zweite Säule umschichten. „Einem Familienbetrieb in Bayern würden so im Schnitt zusätzlich 1500 Euro verloren gehen. Das ist gerade für kleinere, bäuerliche Betriebe nicht zu verkraften.“ Einige andere Organisationen geben vor gerade diese Betriebe schützen zu wollen, unterstützen diese Pläne aber gleichzeitig. Der Bauernverband dagegen fordert in einer Erklärung mit Landschaftspflegeverbänden, Gemeindetag und Landkreistag, dass die Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) um 200 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt wird und so genügend Geld für die zweite Säule verfügbar ist.

Heidl kritisierte auch, dass die Diskussion rund um die Landwirtschaft oft unsachlich geführt werde. „Gerade in Wahlkampfzeiten müssen Botschaften plakativ sein. Aber das ist kein Freifahrtschein, um ohne Rücksicht auf Verluste und jede Grundlage Stimmung gegen Bauern zu machen, die die Tag für Tag verantwortungsvoll mit ihren Tieren umgehen.“ Aber genau das tun die bayerischen Grünen mit ihrer Plakatkampagne unter dem Slogan ‚Schnauze voll von Antibiotika‘. Heidl stellt klar: „Keine Frage: Antibiotikaresistente Keime müssen eingedämmt werden, damit Menschen und Tiere auch künftig behandelt werden können. Aber es ist verantwortungslos, dieses komplexe Thema für den Stimmenfang zu missbrauchen.“ Auch einen staatlich verordneten Veggie-Day lehnt Heidl ab. Zusammen mit anderen Landwirten grillte er in der Würzburger Innenstadt Fleisch und Gemüse und verteilte leckere „Würz-Burger“. „Mit unserer Arbeit sorgen wir für Ausgewogenheit und die richtige Würze.“ (BBV)

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