"Grün in die Stadt": Ein Hauch von Hollywood

Schnee und Minusgrade herrschten bei den Dreharbeiten zum Imagefilm der Initiative "Grün in die Stadt" Mitte November 2021 in München. Doch den Wintereinbruch sieht man dem fertigen Film, der auf www.galabau.de/hollywood zu sehen ist, nicht an.

Filmdreh im Schnee: Vor der Kamera: Sommer. Dahinter: Winter. Bild: Marco Wolpert/BGL.

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Denn hier waren echte Profis am Werk – vor und hinter der Kamera: Fariba Buchheim und Andreas Pfohl studieren an der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF). Sie hatten im Juli 2021 den Filmwettbewerb der BGL-Initiative „Grün in die Stadt“ gewonnen.

Längst ist das Gewinnerduo mit seiner Filmproduktion NOZY FILMS im professionellen Filmgeschäft angekommen. Zudem wirken manche Mitglieder des 25-köpfigen Filmteams regelmäßig bei bekannten Fernseh- und Kinoproduktionen mit. Daher könnte man einige Gesichter von Darstellerinnen und Darstellern zum Beispiel aus Netflix-Serien kennen.

Auch in den anderen Disziplinen waren Profis am Set: Darunter der mehrfach ausgezeichnete Kameramann Moritz Dehler und Chris Kühn als VFX-Artist. Kühn hat das wunderbare Parkbild am Schluss des Films kreiert, das gibt es so in der Wirklichkeit nicht. Bei so vielen gut gebuchten Profis war die Terminfindung für den Filmdreh entsprechend schwierig. Zusätzlich erschwerten immer wieder plötzlich auftretende Schlechtwetterperioden die Planungen – von der Pandemie ganz zu schweigen.

Harte Arbeit am Filmset

Letztendlich wurde dann an einem Tag gedreht, nach mehreren Wochen Vorbereitung: Die brauchte es für die Arbeit am Drehbuch und die Recherche einer passenden Location, über das Casting der Schauspielerinnen und Schauspieler bis zur Parkplatzorganisation, das Catering, die Technik und das Kamerateam, Maske, Kostümbild, Szenenbild...

Der Film vermittelt ein Gefühl von Leichtigkeit, Begeisterung und – Sommer. War das der „Spirit“ bei den Dreharbeiten? „Ne, das war harte Arbeit!“ erinnert sich Fariba Buchheim. „Tatsächlich lag Schnee, es war sehr kalt. Das war vor allem für unsere Schauspielerinnen und Schauspieler in Frühlingsgarderobe eine Herausforderung.“

Riesenglück: gepflegte Grünangebote mitten in der Stadt

Was bedeutet Fariba Buchheim Stadtgrün? „Wir leben mitten in München, ohne Garten – aber mit Hund. Da ist es schön, dass die Isar nur wenige Minuten entfernt ist und der Perlacher Forst schnell erreichbar. Das ist ein großes Stück Lebensqualität! Ich empfinde es als Riesenglück, mitten in der Stadt Grünangebote zu haben, die so gepflegt sind – wie bei uns in München. So was ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg. Davon brauchen wir überall in den Städten mehr.“

Der Filmwettbewerb „Grün in die Stadt“

Rückblick: Im April 2021 fiel der Startschuss für den ersten Filmwettbewerb der BGL-Initiative „Grün in die Stadt“. Studierende und angehende Filmschaffende bekannter Filmhochschulen in Deutschland waren aufgerufen, sich zu bewerben: mit dem Drehbuch für einen Kurzfilm, der „Bock auf Stadtgrün“ macht und den großen Stellenwert von Parks und Grünflächen für Menschen herausstellt.

Im Juli konnte die Jury (besetzt u.a. mit BGL-Vizepräsident Jan Paul und Alexander Handschuh, Pressesprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes/DStGB) die Gewinnerteams des Filmwettbewerbs „Filmreife Idee für grünere Städte“ bekannt geben. Beworben hatten sich übrigens Studierenden-Teams von den führenden deutschen Filmhochschulen aus Düsseldorf, Hamburg, Köln, Berlin und München.

Der 1. Platz ging an „Stadtgrün darf keine Seltenheit sein“ vom Duo „NOZY“, das sind Fariba Buchheim und Andreas Pfohl. Nicht nur ihre Wettbewerbsidee funktionierte generationenübergreifend, auch die Musik gefiel der Jury auf Anhieb. „Überzeugend, professionell, positiv und mitreißend!“ urteilte Jan Paul, BGL-Vizepräsident und Vorsitzender des Aus-schusses Stadtentwicklung, stellvertretend für die Jury. Die Initiative „Grün in die Stadt“ unterstützte die Filmproduktion der Erstplatzierten mit 15.000 Euro.

Fördermöglichkeiten durch „Grün in die Stadt“

Stadtgrün kann zunächst Aufwand und Investitionen bedeuten. Dafür stellen Bund und Länder in verschiedenen Fördertöpfen Mittel zur Finanzierung von Grünprojekten zur Verfügung. Beim Finden der optimalen Finanzierung für ihr städtisches Grün werden Stadtplanerinnen und -planer nicht allein gelassen: Denn der Förder-Check der Initiative „Grün in die Stadt“ des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) hilft ihnen. Die gleichnamige Website bündelt Informationen zu vielen positiven Aspekten städtischen Grüns, Referenzprojekten und passenden Fördermöglichkeiten für Städte und Kommunen: www.gruen-in-die-stadt.de/ („Grün in die Stadt“
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