Genügsame Gattungen: Wenig Wasser? Kein Problem!

Viele Pflanzen bedeuten nicht zwangsläufig einen hohen Wasserbedarf: Wer wenig gießen will oder kann, sollte einfach zu trockenheitsliebenden Sorten greifen, rät der Verbund der Premium-Gärtnereien.

Trockenheitskünstler: Bogenhanf, Kakteen und andere Sukkulenten kommen mit wenig Wasser aus. Eine große Auswahl bieten Premium-Gärtnereien in ganz Deutschland. Bild: GMH/PRE.

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Egal, ob für den Balkon, den Garten oder das Wohnzimmer – sowohl für drinnen als auch für draußen gibt es Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen.

Dicke Blätter speichern Wasser

Kakteen und andere Wüstengewächse brauchen von Natur aus nur wenig Wasser. Auch Blattschmuck- und Blühpflanzen aus regenarmen Steppen müssen nicht häufig gegossen werden, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Zu erkennen sind die Trockenheitskünstler unter anderem an besonderen Blättern. Um den Wasserverlust zu verringern, helfen zum Beispiel besonders harte oder ledrige Blätter. Auch eingebaute Wasserspeicher in Blättern, Stamm und Wurzeln lassen sogenannte Sukkulenten lange Trockenheitsphasen überstehen. Feine Haare auf den Blättern helfen Pflanzen beim Wassersparen, denn sie schützen vor Verdunstung.

Sukkulenten fürs Zimmer und für den Garten

Zu den schönen Sukkulenten für den Garten zählen Fetthenne (Sedum) mit so bekannten Vertretern wie Mauerpfeffer (S. acre) und herbstblühende Hohe Fetthenne (S. telephium), Sternwurz (Orostachys) und Hauswurz (Sempervivum) mit attraktiven Blattrosetten. Ein Hingucker fürs Haus mit ebenfalls kreisförmig angeordneten, dicken Blättern sind Echeverien (Echeveria). Sie können wie Bogenhanf (Sansevieria), Aloe Vera und Geldbaum (Crassula) den Sommer über draußen verbringen, sind aber nicht winterhart. Sowohl Zimmer- als auch Gartenpflanzen umfasst die artenreiche Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbia). Im Wohnzimmer ist die Dreikantige Wolfsmilch (E. trigona) ein Hingucker, während die Gold-Wolfsmilch (E. polychroma) das Beet mit gelbgrünen Blüten schmückt. Ein trockenheitsverträglicher Klassiker unter den blühenden Zimmerpflanzen ist das Flammende Käthchen (Kalanchoe).

Stauden: Blüten für Sonne und Schatten

Zu den Trockenhelden mit blauen Blüten zählen unter anderem Steppen-Salbei (Salvia), Katzenminze (Nepeta) und Duftnessel (Agastache). Sie lieben einen sonnigen Standort. Wer Rosa- und Lilatöne mag, kann zu Polster-Thymian (Thymus) und Teppichphlox (Phlox) greifen. Mit gelben Blüten punktet das genügsame Mädchenauge (Coreopsis), die Goldgarbe (Achillea) sowie der Kalifornische Mohn (Eschscholzia) mit einem Hang zu Orange. Ohne viel Wasser im Schatten kommen unter anderem gelblühendes Johanniskraut (Hypericum), blau-violetter Storchschnabel (Geranium) und Taubnessel (Lamium) aus. Auch Elfenblumen (Epimedium) und Salomonssiegel (Polygonatum) sind sehr genügsam, was ihren Wasserbedarf angeht. Premium-Gärtner:innen beraten gerne dabei, die richtigen Trockenheitskünstler für den jeweiligen Standort zu finden.

Wie trocken darf es sein?

Ganz ohne Wasser gedeiht keine Pflanze. Doch während beispielsweise Hortensien im Sommer täglich gewässert werden müssen, kommen genügsame Gattungen mit sehr viel weniger aus. Doch wie viel Wasser muss sein? Grundsätzlich gießt man Sukkulenten und andere Trockenheitskünstler während ihrer Wachstumsphase zwischen Frühjahr und Herbst nur etwa alle ein bis zwei Wochen. Dabei ist wichtig, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann. Stehen Sukkulenten und Steppenpflanzen im Nassen, schadet ihnen das und lässt sie im schlimmsten Fall absterben. Auch kurze Gießabstände sind nicht ratsam. Lieber einmal weniger und gründlich wässern, wenn sich die Erde bereits trocken anfühlt. (GMH/PRE)

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