Genossenschaften: Bewältigung des Klimawandels

Europäische landwirtschaftliche Genossenschaften sind führend bei der Entwicklung von Strategien zur Bewältigung des Klimawandels.

Europäische landwirtschaftliche Genossenschaften sind führend bei der Entwicklung von Strategien zur Bewältigung des Klimawandels. Bild: Cogeca.

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Angesichts des erwarteten Anstiegs der weltweiten Nachfrage nach Lebensmitteln um 60% bis 2050 wurden im Rahmen des Presidency Business Forums des Verbands der europäischen landwirtschaftlichen Genossenschaften (Cogeca) Strategien landwirtschaftlicher Genossenschaften untersucht, mit denen die ökonomischen und ökologischen Herausforderungen des Klimawandels bewältigt werden können.

Bei der Eröffnung des Events in Malta betonte Cogeca-Präsident Thomas Magnusson, dass Land- und Forstwirtschaft Teil der Lösung zur Bewältigung des Klimawandels seien. Bodenmanagement, verbesserte Grünlandbewirtschaftung sowie Aufforstung seien unerlässlich, um Emissionen zu reduzieren. Er verwies auf die zunehmenden Herausforderungen wie extreme Wetterphänomene und zunehmende Marktvolatilität, mit denen die Erzeuger konfrontiert sind, und zeigte auf, wie landwirtschaftliche Genossenschaften bei der Bewältigung dieser Herausforderungen eine Führungsrolle einnehmen.

Während des unter der Schirmherrschaft von Koperattivi Malta ausgerichteten Events, an dem auch der maltesische parlamentarische Staatssekretär für Landwirtschaft, Fischerei und Tierrechte, Herr Clint Camilleri, teilnahm, wurden konkrete Beispiele vorgestellt.

Beispielsweise verbesserte Maßnahmen, um Landwirten dabei zu helfen, besseres Risikomanagement mit Blick auf durch den Klimawandel verursachte Preisvolatilität zu betreiben. Landwirtschaftliche Genossenschaften sind auch an Projekten der Präzisionslandwirtschaft beteiligt, um Landwirte und ihre Genossenschaften in die Lage zu versetzen, mit weniger Ressourcen mehr zu produzieren und das Wassermanagement nachhaltig zu verbessern. Sie sind die treibende Kraft in Forschungs- und Entwicklungsprogrammen, die beispielsweise der Entwicklung neuer, klimaresistenterer Saatgutsorten dienen.

Außerdem zeigen sie auch echte Führungsstärke im Bestreben, die Energieeffizienz zu verbessern und die Verwendung erneuerbarer Energien zu fördern. Die Land- und Forstwirtschaft bieten durch Ernterückstände und spezielle Energiepflanzen klimafreundliche Alternativen zu fossilen Kraftstoffen, wodurch der EU bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors geholfen wird.

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