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Freilandrosen gibt es nur im Sommer
Der Niederrhein ist eine der wichtigsten Anbauregionen für Freilandrosen in Deutschland.Kein Wunder, dass sie auch das Haus und den Garten bei Franz Heyer und seiner Familie in Geldern am Niederrhein schmücken. Der Gärtnermeister wohnt inmitten ausgedehnter Rosenfelder, die er mit Unterstützung seiner ganzen Familie und einigen Erntehelfern bewirtschaftet. Schon als Jugendlicher hat er eine Ausbildung in einem Rosenbetrieb absolviert und sich danach auf Treibhaus sowie Freilandrosen spezialisiert. Seine Produktion lässt er von »Landgard Blumen & Pflanzen« im nahe gelegenen Straelen-Herongen vermarkten. Für ihre Haltbarkeit ist es dabei ist es besonders wichtig, dass die Rosen direkt nach ihrem Schnitt gekühlt werden und diese Kühlkette nicht unterbrochen wird, bis sie den Verbraucher erreichen. Denn nichts schadet den anmutigen Blumen so sehr wie überhöhte Temperaturen.
Das Sortiment des Betriebs von Franz Heyer setzt sich aus rund 15 verschiedenen Freilandrosensorten zusammen. Es handelt sich dabei um Edelsprayrosen, mit mehreren Blüten an einem Stiel, sowie um klassische Freilandrosen. Darunter sind bekannte Sorten wie ’Eden’ und ’Nostalgie’. Aber er hat auch ganz alte Freilandrosensorten wie die ’Gloria Die’ im Angebot. Gerade die nostalgischen Rosen sind wegen ihrer schönen Blütenform momentan sehr beliebt.
In den drei Jahren vom Einsetzen der Jungpflanze bis die Rosen in voller Produktion sind entfaltet sich jeder Pflanzenstrauch auf dem Feld ungeschützt vor der Witterung. Nur die stabilsten und gesündesten Sträucher sind diesen Anforderungen gewachsen. Auf einigen Feldern schützt Franz Heyer seine Freilandrosen deshalb mit Foliendächern. So werden sie auch einige Wochen früher schnittreif als auf den normalen Freilandfeldern.
Penibel achtet der Gärtner darauf, dass kein Strauch dem anderen die Existenzgrundlage raubt. Deswegen sind die Abstände zwischen den Rosenreihen relativ groß. Dadurch bekommen die Rosen viel Licht und trocknen bei Regen deutlich schneller ab. Hinzu kommt, dass zu dicht aneinander stehende Pflanzen anfälliger für Krankheiten sind. Das gilt vor allem bei Regen. Stehen die Freilandrosenstöcke zu nah beisammen, trocknen sie langsamer ab – was langfristig den Schädlingsbefall fördert.
Geht aber alles gut, können die Rosenstöcke bis zu 100 Jahre alt werden. Ganz so weit ist es bei Franz Heyer noch nicht. Sein ältester Rosenstock stammt aus dem Jahr 1994 und blüht noch immer Ende Mai pünktlich zum Saisonauftakt für Freilandrosen.
Der 40jährige Gärtnermeister hebt den besonderen Charakter der Rosen hervor: Die Blumen stehen bei Wind und Wetter auf den Feldern und haben somit ein individuelles Erscheinungsbild. Daran könne man das echte Naturprodukt erkennen. Ganz besonders schätzt er den natürlichen Wuchs der Pflanzen und ihren speziellen Duft: Mit einer Freilandrose holt man sich ein Stück Sommer und Natur ins Haus. (landgard)

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