Forschung: Immunabwehr der Pflanze

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung eines internationalen Graduiertenkollegs (IGRK) an der Universität Göttingen im Bereich der Pflanzenwissenschaften verlängert.

Das Graduiertenkolleg „PRoTECT - Pflanzliche Gefahrenabwehr“ wird fortgeführt. Bild: GABOT.

Das Graduiertenkolleg „PRoTECT – Pflanzliche Gefahrenabwehr“ beschäftigt sich mit den Abwehrmechanismen von Pflanzen und den Infektionsstrategien von Pathogenen auf molekularer Ebene. Daran beteiligt sind die Fakultäten für Biologie und Psychologie und für Forstwissenschaften und Waldökologie. Die DFG fördert das Kolleg nun für weitere viereinhalb Jahre mit insgesamt rund 4,1 Mio. Euro.

„Unser Ziel ist die Aufklärung komplexer mechanistischer Pfade, die beim Aufbau wirksamer Abwehrbarrieren gegen eindringende Krankheitserreger eine Rolle spielen“, erklärt der Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Ivo Feußner. „Mit der zweiten Förderperiode haben wir jetzt die Möglichkeit, die Forschung in diesem für die Produktivität von Nutzpflanzen wichtigen Bereich fortzusetzen und das Thema um hitze- und dürrestressspezifische Forschungsfragen zu erweitern.“

Das IGRK hat sich während der ersten Förderperiode an der Universität Göttingen erfolgreich etabliert. Als mittlerweile feste Säule in der Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) bietet es den Studierenden ein öffentliches Seminar mit dem Schwerpunkt Pflanzen-Pathogen-Interaktionen. Ein besonderer Reiz des Seminars ist hierbei, dass die Promovierenden die Gastdozentinnen und -dozenten selbst einladen.

Bisher sind 28 Promovierende an dem Programm beteiligt; bereits 13 Studierende haben das IGRK mit Erfolg durchlaufen und promoviert. Zusätzlich sind 20 Promovierende und ein Postdoc von der University of British Columbia in Vancouver beteiligt, mit der das IGRK kooperiert. Die internationale Ausrichtung ermöglicht es den Studierenden, in enger Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kanada Forschungsprojekte zu verwirklichen. Darüber hinaus können die Studierenden während des Forschungsaufenthalts in Kanada, dem Annual Retreat des IGRK und auf internationalen Konferenzen Kommunikations- und interkulturelle Kompetenzen ausbilden und Netzwerke knüpfen. (Uni Göttingen)

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